Pablo Picasso - Bacchanal des Minotaurus

Die Pica I, 02.09.1959, Lithografie, Kunstmuseum Pablo Picasso Münster ©Succession Picasso (Foto: © Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2013)
 
Faunskopf, 07.02.1962, Linolschnitt, Dauerleihgabe der Sparkasse Münsterland Ost im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster (Foto: © Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2013)
Apolda: Apolda Avantgarde |

Pablo Picasso - Bacchanal des Minotaurus

Werke aus dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster im Kunsthaus Apolda
Avantgarde vom 12. Januar 2014 bis 23. März 2014

Es gehört mittlerweile zu einer guten Tradition, dass der Kunstverein Apolda Avantgarde und die Kreisstadt Apolda eine Ausstellung im Kunsthaus Apolda gemeinsam organisieren.

Mit der spektakulären Ausstellung „Pablo Picasso – Bacchanal des Minotaurus“ über einen Jahrhundertkünstler wird das Ausstellungsjahr des Kunsthauses Apolda eröffnet.
Damit schafft der Kunstverein Apolda Avantgarde schon im Januar einen bedeutenden Ausstellungshöhepunkt für den Freistaat Thüringen. Wer sich mit der Ausstellungsplanung des Kunsthauses beschäftigt, wird schnell merken, dass dieses Ausstellungsjahr mit großen Namen und interessanten Projekten wie Pablo Picasso, Marilyn Monroe, dem Thüringer Harald Reiner Gratz sowie Henri Matisse ein Feuerwerk von Ausstellungshöhepunkten bietet, das viele Kunstliebhaber und Gäste in die Kreisstadt Apolda und in das Weimarer Land führen wird.

Das Ausstellungsprojekt „Pablo Picasso“ ist das Geburtstagsgeschenk, das sich der Kunstverein Apolda Avantgarde e. V. anlässlich seines 20. Geburtstages selbst gemacht hat.

Frauen und Stierkämpfe zählten zu den wichtigsten Inspirationen Pablo Picassos. Unaufhaltsam zog ihn das grausame Spiel um Leben und Tod in seinen Bann – sowohl in der Arena als auch in der Liebe. Denn für Pablo Picasso war der Kampf zwischen den Geschlechtern von ebenso existenzieller Bedeutung wie die Corrida. Seine Arena war das Atelier, in dem er sich der Auseinandersetzung zwischen Mann und Frau stellte und zahllose Bildnisse seiner Geliebten schuf, die er – nicht nur auf der Leinwand – zu beherrschen suchte, indem er sie abbildete und in seine persönliche Welt der Mythen aufnahm.

Mit etwa 130 Werken greift die Ausstellung „Pablo Picasso - Bacchanal des Minotaurus“ - Werke aus dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster diese das Leben und das Werk durchziehenden Themen des bekanntesten und bedeutendsten Künstlers des 20. Jahrhunderts auf und bietet gleichzeitig einen repräsentativen Querschnitt durch die Druckgrafik Pablo Picassos, die vor allem in den Jahren 1927 bis 1962 einen dominante Stellung in seinem Werk besaß.
Radierung, Lithografie und Linolschnitt bildeten für Picasso seit den zwanziger Jahren die Möglichkeit, seriell zu arbeiten und ein Motiv einer umfassenden Metamorphose zu unterziehen. Bedeutend sind dabei vor allem die Illustrationen zu Honoré de Balzacs, Novelle Das Unbekannte Meisterwerk (1927-1931) und die berühmte Suite Vollard (1931-1937), aber auch die vielfältigen Porträts seiner Geliebten Marie Thérèse Walter, Françoise Gilot und seiner zweiten Frau Jacqueline Roque. Dabei wechselte er seine Technik mit seinen Frauen: Zu Zeiten Marie Thérèses dominierte die Radierung, in der Zeit mit Françoise widmete er sich der Lithografie und zu Beginn der Ehe mit Jacqueline entdeckte er den Linolschnitt für sich.

Das mächtigste Symbol seiner Zerrissenheit zwischen seinem Bedürfnis nach Liebe und seinem Drang nach Zerstörung wurde der Minotaurus.
Das mythische Mensch-Stier-Wesen, das der griechischen Sage nach in einem Labyrinth festgehalten wurde, verkörperte für Picasso die unzähmbare Naturgewalt des Sexus. Vor allem in den dreißiger Jahren spielen die Atelierszenen und der Minotaurus eine vorherrschende Rolle in Picassos Werk. Es war die Zeit, in der Picasso eine erotisch aufgeladene Beziehung mit Marie Thérèse Walter führte. Doch auch in seinen Beziehungen zu Françoise Gilot (1943-1952) und seiner zweiten Gattin Jacqueline Roque, mit der er von 1954 bis zu seinem Tod im Jahr 1973 zusammen lebte, blieben die griechischen Mythen für Picasso lebendig.
Faune, Kentauren und bacchantische Szenen stehen in dieser Zeit neben eleganten Darstellungen von Pikadores und ästhetisierten Stierkampfszenen.

Sämtliche in der Ausstellung gezeigten Werke stammen aus dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, das über die größte Grafiksammlung Picassos in Deutschland verfügt.

Die Ausstellung wird unterstützt von der VR Bank Weimar eG, der Energieversorgung Apolda GmbH, dem Freistaat Thüringen, der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung, dem Institut Francais sowie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.
Veranstalter sind der Kunstverein Apolda Avantgarde e. V. und die Kreisstadt Apolda. Die Konzeption und Realisierung liegt in den Händen von Dr. Andrea Fromm und Tom Beege, Hamburg.

Die Eröffnung fand am Samstag, dem 11. Januar 2014 um 16.00 Uhr in Anwesenheit der Thüringer Ministerpräsidentin, Frau Christine Lieberknecht und des Botschafters der Republik Frankreich in Deutschland, Herrn Maurice Gourdault-Montagne als Schirmherren der Ausstellung im Kunsthaus Apolda Avantgarde statt.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog.

Kontakt:
Kunsthaus Apolda Avantgarde
Bahnhofstraße 42
99510 Apolda
Telefon: 03644/515364
E-Mail: info@kunsthausapolda.de
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