Allein aus Farbe und Form

„Komposition“ (um 1936) gehört zu den Arbeiten von Max Ackermann, die bisher noch nie öffentlich gezeigt wurden. Das Kunsthaus Apolda Avantgarde zeigt sie in seiner ersten Ausstellung 2013.
Apolda: Bahnhofstraße | Ein Sensationsfund durchkreuzte die Pläne von Kurator Hans-Dieter Mück. Es war der 7. Dezember und für Mück schon längst geklärt, welche Bilder er ab dem 13. Januar in der Max-Ackermann-Ausstellung im Kunsthaus Avantgarde in Apolda zeigen wird. Da fanden sich über 270 Arbeiten des Künstlers auf einem Saalfelder Dachboden. Ackermann selbst hatte sie 1944 nach Thüringen verschickt, um sie vor den Bomben im heimischen Stuttgart zu schützen. Binnen kurzer Zeit musste die Ausstellung neu konzipiert werden. 97 der wiederentdeckten Arbeiten sowie 50 weitere Werke, die bisher noch nie öffentlich ausgestellt wurden, sind bis 1. April in Apolda zu sehen.

Mit der Ausstellung eröffnet das Kunsthaus das Van-de-Velde-Themenjahr in Thüringen und rückt zugleich einen Künstler mit thüringischen Wurzeln in den Mittelpunkt. Denn nicht allein der 150. Geburtstag des Bauhausbegründers van de Velde kann 2013 gefeiert werden. Am 5. Oktober 2012 jährte sich Ackermanns Geburtstag zum 125. Mal. Die Apoldaer Schau versteht sich deshalb zugleich als eine Hommage an Ackermann, der sich als einer der ersten deutschen Maler einer gegenstandslosen Bildsprache bediente.

Max Ackermann wuchs in Ilmenau auf, nahm dort eine Lehre als Porzellanmodelleur auf. Bereits 1902 schuf er eine erste abstrakte Pastellzeichnung. Später führte ihn sein Weg nach Weimar, wo er bei Henry van de Velde Unterricht nahm. Doch schnell verließ ihn das Interesse am Töpfern, das er hier lernen sollte. Es bedurfte vieler Umwege, bis er zurückfand zur abstrakten Kunst seiner Jugendjahre. Ab 1912 widmet sich Ackermann den bei van de Velde geübten ornamentalen Linien. Es entstanden Arbeiten, die allein durch Farbe und Form wirken.

Öffnungszeiten
„Von der ornamentalen Linie bis zur heiligen Fläche – Max Ackermann – Nie gezeigte Bilder – 1905 bis 1975“:
13. Januar bis 1. April im Kunsthaus Apolda Avantgarde, Bahnhofstraße 42; geöffnet Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
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