Leitfaden listet rund 1500 Glocken auf

Die älteste Glocke des Kreises Weimarer Land hängt in Daasdorf am Berge. Sie stammt aus dem Jahr 1250 und wird nich heute geläutet. (Foto: Kießling)
Apolda: Bahnhofstraße | Treppauf, ­treppab: Ein Fitnesstraining von Berufs wegen unterzog sich Viola-Bianka Kießling in fünf Jahren. Sie war auf jeden Kirchturm in Weimar und im Weimarer Land, ist hinaufgestiegen auf unzählige freistehende Türme, war auf Friedhöfen und in Schulen unterwegs. Überall, wo Glocken hängen, ist sie gewesen. „Es sei denn, ein Bürgermeister hat vergessen, mir seine Feuerwehr­glocke zu melden“, schränkt die Referentin für Musik- und Heimatpflege im Landratsamt mit einem Schmunzeln ein.

Resultat ihrer Arbeit ist ein Glockenführer. Er listet 500 noch vorhandene Glocken in der Region auf, erzählt aber zugleich von etwa 1000 weiteren, die schon lange verstummt sind. „Die Glocken sind hundertmal umgehangen, andere verschenkt oder umgegossen worden“, blickt Kießling auf ihre akribische Fleißarbeit zurück. Vor allem die beiden Weltkriege hätten massive Auswirkungen auf den Bestand gehabt.

Im Glockenführer beschreibt sie Alter, Verzierungen und Inschriften der Glocken, erläutert zudem, wo sie hängen oder hingen und stellt einige der Glocken mit Foto vor. Eingang in die Broschüre fanden auch Glockenspiele.  

Mit dem Leitfaden würdigt zum einen die lange Tradition des Glockengießers in Apolda, zum anderen ist er ein besonderes Geburtstagsgeschenk an das Glockenmuseum der Kreisstadt. Dieses feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Einige der im neuen Nachschlagewerk verzeichneten Glocken gehören zum Museumsfundus.
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Uwe Zerbst aus Gotha | 29.10.2012 | 00:12  
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