Letzte Chance: Picasso-Schau endet am Sonntag

Zwei Werke aus der Picasso-Schau in Apolda. (Foto: Succession Picasso/VG Bild-Kunst)
Apolda: Bahnhofstraße | Mit einem besonderen Höhepunkt eröffnete das Kunsthaus Apolda Avantgarde das Ausstellungsjahr 2014. Noch bis zum 23. März sind hier über 130 grafische Werke von Pablo Picasso zu sehen. Diese besondere Schau hat sich der Kunstverein zu seinem 20-jährigen Bestehen selbst auf den Gabentisch gelegt.

Die Ausstellung schaut hinter den Mythos Picasso. „An diesem hat er selbst mitgearbeitet“, stellt Kurator Tom Beege fest. Gemeinsam mit Mitkuratorin Dr. Andrea Fromm gehen sie der Frage nach, wer Picasso wirklich war. „Wir haben versucht, unter die Oberfläche zu schauen“, erklärt Beege.

Picasso war zeitlebens ein Getriebener, der die Kraft seines Schaffens aus seiner Leidenschaft speiste. Vor allem französische Kunsthistoriker gliedern deshalb seine Schaffensphasen nach seinen Lebensgefährtinnen. Diesem Duktus folgt auch die Ausstellung. Zu sehen sind unter anderem zahlreiche Porträts von Marie Thérèse Walter, Fraçoise Gilot und Jacqueline Roque, alle drei litten unter der narzisstischen Persönlichkeit Picassos, die sich nach Liebe sehnte und doch den Hang zur Zerstörung auslebte.
Das zeigt sich eindrucksvoll in den Porträts seiner Geliebten. Sie sind in vielfältigen Varianten zu sehen, erst realistisch, später zusehends abstrakt, verfremdend.

Immer wieder tauchen in diesen Arbeiten Motive der griechischen Mythologie auf, vor allem die des Minotaurus. Das Mensch-Stier-Wesen symbolisiert die innere Zerrissenheit Picassos und knüpft zugleich an die Herkunft des Künstlers an. Als Spanier hatte er eine enge Beziehung zum Stierkampf. Sanft hingegen nehmen sich seine Arbeiten mit der Taube als bestimmendes Motiv aus. Vier dieser Lithografien zeigt die Apoldaer Schau.
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