Mühlhäuser Zukunftsvisionen ?

Nun ich war Überrascht, dass sich im Artikel von C. Götze die Stadt mit 4 Projekten für die Internationale Bauausstellung Thüringen beworben hat.
Es wäre schöner gewesen mit ein/ zwei Zeilen auf die Leitthemen und Ansätze einzugehen, was die IBA eigentlich erreichen möchte. So will ich es hier mal versuchen.

Die Leitthemen der IBA Thüringen sind die großen Herausforderungen der Energiewende und des demografischen Wandels in ihren baulichen und landschaftlichen Auswirkungen.

Die IBA Thüringen versteht den demografischen Wandel in seinen vielfältigen Ausprägungen als Gestaltungs- und Neuorganisationsaufgabe, die auch neue Freiheiten eröffnen kann. Beim energetischen Wandel betont sie die kulturelle Dimension und fordert mit der Frage nach der gestalterischen Behandlung in Stadt und Land und der regionalen Wertschöpfung seine Kultivierung.

Diese Ansätze möchte die IBA in Thüringen erproben, in einer kleinteiligen und polyzentrischen Siedlungsstruktur und einer vielschichtigen Kulturlandschaft. Doch die Ergebnisse können Impulse für viele europäische Regionen geben, die vor vergleichbaren Aufgaben stehen.

Die IBA Thüringen möchte:

» regionale Ressourcen entdecken und stärken.
» neue Bezüge zwischen Stadt und Land herstellen. nicht erkennbar ?
» initiative Menschen ermutigen und unterstützen. nicht spürbar ?
» richtungsweisende Ideen aufspüren und vernetzen. Dornröschenschlaf?
» beispielhafte Projekte fördern und bauen. Ja aber nicht ausreichend

Die IBA Thüringen läuft über einen Zeitraum von zehn Jahren bis zum Jahr 2023.

Denn komplexe Entwicklungs- und Veränderungsprozesse benötigen Zeit.

Und zugleich entsteht gerade durch die zeitliche Begrenzung eine Dynamik, die gewünscht ist!

Die Internationale Bauausstellung ist also keine klassische Ausstellung. Ausstellen bedeutet für die IBA Thüringen vielmehr ein kontinuierliches Kommunizieren und Vermitteln ihres Programms, ihrer Projekte und Prozesse.


Die Präsentationsjahre 2019 und 2023 sind wichtige öffentliche Bilanzierungs- und Reflexionspunkte der IBA Thüringen.

Aber auch davor lädt sie ein zum Dialog – mit IBA on tour, den IBA Salons und den IBA Konferenzen als wiederkehrende Dialog-Formate.

Um diesem Konzept gerecht zu werden, sind so finde ich es die Projekte nicht schlecht, werden aber den zuvor genannten Anforderungen einfach nicht gerecht, weil hier einfach nicht weit genug gedacht wurde.
Eine IBA ist darauf angewiesen,
die jeweils neuesten, wirksamsten Kommunikationsformen, -formate und -wege zu
nutzen und weiter zu entwickeln.

Wenn die Stadt wirklich ernsthaft etwas in 10 Jahren bewegen will, warum dann nicht im Rahmen einer Bewerbung und Gestaltung als "Energieeffiziente Kommune" der Deutschen Energie-Agentur (dena) !
Das bringt uns weiter nach vorne und hat Modelcharakter !

Was sagen unsere Stadträte hierzu ?
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