Ohne Silikon: Marilyn-Monroe-Fotos noch bis 29. Juni im Apoldaer Kunsthaus

Wann? 06.06.2014 bis 29.06.2014

Wo? Bahnhofstraße 42, Apolda DE
Marily Monroe - fast hüllenlos (Foto: Marilyn Monroe, 1962 © Bert Stern)
Apolda: Bahnhofstraße 42 | „Karriere ist etwas Herrliches, aber man kann sich nicht in der Nacht an ihr wärmen.“ Marilyn Monroe

MM - wer gern privates Fernsehen schaut, könnte mit diesen InitialenMelanie Müller in Verbindung bringen. Die junge Dame aus Sachsen ist jüngst Dschungelkönigin geworden, und ihr Po-Tatoo mit Sandmännchen hat mediales Interesse erregt. Dass ihr Körper nicht allein von Mutter Natur geformt wurde, gibt sie unumwunden zu. Und mit Vorliebe schlüpft Frau Müller in die Rolle einer andern MM.

Mehr als falsche Wimpern

Vielleicht sind es solche Doubles, die heute unser Bild von Marylin Monroe prägen. Aufreizend, herausfordernd. Eine platinblonde Fassade mit vielen falschen Wimpern und dicker Schminke. Genau dieses Bild reflektiert auch die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Avantgarde in Apolda. Aber nicht nur!

Begnadete Kamerapräsenz


Modeaufnahmen, Portraits, Aktfotos sind zu sehen. Sie zeigen die Monroe, wie sie im kollektiven Bildgedächtnis auch fast 52 Jahre nach ihrem frühen Tod mit nur 36 Jahren gespeichert ist. Eine Frau mit enormer erotischer Ausstrahlung. „Sie hatte eine begnadete Kamerapräsenz“, erklärt dazu Ina Brockmann, gemeinsam mit Peter Reichelt Leihgeber der ausgestellten Fotografien.
Marilyn Monroe Champagner trinkend, Marilyn Monroe im edlen schwarzen Abendkleid, Marilyn Monroe mit einer Perlenkette spielend. Es sind schöne Bilder, die der damalige Starfotograf Bert Stern im Auftrag des Modemagazine „Vogue“ aufnahme. Es waren zugleich aber auch die letzten. Denn noch dem Erscheinen der Bilder starb die Monroe.

Es sind vor allem die Aktaufnahmen, die ein anderes Bild von der Künstlerin zeichnen. Fernab aller Künstlichkeit, die Make up, Haarfarbe und enge Kleidung suggerieren. Ohne Scham posiert Monroe - mit einem transparenten Tuch leicht bedeckt oder ganz hüllenlos - vor der Kamera. Das ist kein Müllerscher Busen! Das sind keine künstlichen Kurven in Doppel-D-Größe. Ob sie es damit heute noch auf den Titel des „Playboys“ schaffen würde? Man mag es bezweifeln. Und genau das ist beeindruckend. Sie strahlt Sinnlichkeit und Natürlichkeit zugleich aus. Lasst einen Blick hinter die Fassade zu. „Aber“, so wirft Ina Brockmann ein, „es ist ein Irrglaube, die Frau hinter der Ikone wirklich erblicken zu können.“ Marilyn Monroe habe in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen können. Als Mensch sei sie nicht zu trennen von der illusionierten Person. Aus dieser Verwandlung habe sie Halt, Anerkennung und Selbstbewusstsein geschöpft.

Letzte Aufnahmen


Rund 90 Fotografien werden im Apoldaer Kunsthaus ausgestellt. Dazu zählen auch Arbeiten von George Barris, Allan Grant, Milton H. Greene, Tom Kelley und Leif-Erik Nygards. Nygard hat als Assistent von Bert Stern gearbeitet und nach dem Ende des letzten Fotoshootings das allerletzte Foto der Marilyn Monroe gemacht. Auch das ist in Apolda zu sehen. „Wir wollen damit eine Geschichte zeigen“, so Ina Brockmann. Sie beginnt mit den Pin-up-Fotos aus den 1940er Jahren und endet mit dieser letzten Aufnahme.


Zur Person Marilyn Monroe

- am 1. Juni 1926 als Norma Jeane Mortenson in Los Angeles geboren, Taufname war Norma Jeane Baker (erster Ehename der Mutter)
- wächst bei verschiedenen flegeeltern, bei ihrer psychisch kranken Mutter, in einem Waisenhaus und bei einer Tante auf
- arbeitet zunächst als Fließbandarbeiterin und Lackiererin
- erste Fotos erscheinen im Magazin der US-Armee „Yank“
- 1946 erster Filmvertrag
- 5. August 1962 tot aufgefunden
- Marilyn Monroe zählt zu den meist fotografierten Frauen der Welt
- drehte insgesamt 30 Filme
- war drei Mal verheiratet und wurde drei Mal geschieden

Zur Ausstellung

- zu sehen bis zum 29. Juni im Kunsthaus Avantgarde in Apolda, Bahnhofstraße 42
- geöffnet Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr
- mehr Infos unter: www.kunsthausapolda.de
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