Unser Hof im Fernsehen: Oberndorf ist Filmkulisse für Krimiserie

Hier in der Küche haben sie alle gesessen, erinnert sich Annette Fenge. (Foto: Stewe)
Apolda: Wiegendorfer Weg | Bei Familie Fenge ist der Fernseher am frühen Abend für gewöhnlich noch nicht angeschaltet. Am Dienstag wird das anders sein. Im Wohnzimmer nehmen
Annette und Holger sowie ihre vier Kinder Platz. Es wird kein alltägliches Fernseherlebnis werden. Was sie sehen, ist ihr eigenes Zuhause, in dem sich fremde Menschen häuslich eingerichtet haben: gemeinsam essen, sich streiten, viel über die Arbeit reden und es nebenher menscheln lassen.

Familie Fenge wohnt im beschaulichen Oberndorf, einem Ortsteil von Apolda. Für zwei Wochen war ihr Hof Drehort für neue Folgen der ARD-Vorabendserie „Heiter bis tödlich“. Ab nächster Woche werden sie ausgestrahlt. Die Geschichten um die beiden Kommissare Kristin Katzer (gespielt von Isabell Gerschke) und Lukas Hundt (gespielt von Oliver Frank) spielen in Weimar und Umgebung. „Akte Ex“ ist der Thüringer Beitrag für „Heiter bis tödlich“ überschrieben.

Kommissarin Katzer wohnt mit Mutter und Tochter auf einem Weingut im Weimarer Land. Die Filmleute habe es in Oberndorf angesiedelt. Annette Fenge hat die Dreharbeiten auf ihrem Hof sehr genossen. „Es waren ganz nette Leute“, erzählt sie. Ihr Mann und sie haben sich gefreut, dass ihr mit viel Liebe sanierter Bauernhof den Fernsehleuten so sehr gefallen hat. Fachwerkfassade, Laubengang, ein großer gepflasterter Innenhof und ein schöner Garten dürften dem Drehteam die Entscheidung leicht gemacht haben. Große Umbauten gab es nicht. „Nur ein paar Tonkrüge wurden in der Küche aufgestellt“, erinnert sich die Hausherrin.

Im ganzen Haus wurde gedreht, sogar im Badezimmer. Das Badewasser für Kommissar Hundt musste wegen der ausgestellten Heizung mit Hilfe des Wasserkochers angewärmt werden. „Der Kommissar hat ziemlich gefroren.“ Kurzerhand half Annette Fenge mit dem Bademantel ihres Mannes aus. Auch sonst ging sie dem Team hilfreich zur Hand. Sie sorgte für Ruhe, als der Nachbar während des Drehs den Rasen mähte, half mit Tischdecken aus. Auch nach Drehschluss blieb die Filmcrew gern noch etwas länger in Oberndorf. „Zeit für anderes blieb da kaum.“ Trotzdem würde sich Familie Fenge freuen, wenn die neuen Krimifolgen dem Publikum gefallen und Fortsetzungen gedreht werden – auch in Oberndorf.
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5 Kommentare
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Steffen Weiß aus Gera | 17.09.2012 | 11:22  
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Steffen Weiß aus Gera | 19.09.2012 | 07:47  
Simone Schulter aus Weimar | 21.09.2012 | 10:54  
Simone Schulter aus Weimar | 19.11.2012 | 10:35  
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