Zufälligkeiten reizen beim Funken – Treffen am Wochenende geplant

Sven Marx organisiert ein Funkertreffen in Großromstedt.
Saaleplatte: Reitplatz | Kontaktliste im Handy durchsuchen, Nummer drücken und drauflos telefonieren. Florida, Tirol, Hiddensee. Kein Problem. Sven Marx ist das zu einfach. Zwar hat auch er ein Handy, auf das er nicht verzichten möchte, doch den größeren Spaß bereitet ihn die Kommunikation via Funk.

Anfang der 1990er-Jahre war Marx deutschlandweit auf Montage. Mit dem Funkgerät im Auto war er unterwegs besser informiert. Schließlich hilft man sich auf der Straße gegenseitig. Per Funkwellen warnen sich vor allem Lkw-Fahrer vor Staus und Baustellen. Wenn man die Strecke nicht genau kennt, kann man sich lotsen lassen. „Das Funkgerät ist Telefon und Navigationsgerät in einem“, erklärt der Apoldaer, der längst in seiner Heimatstadt Apolda wieder Arbeit gefunden hat. Vom Funken hat er deshalb trotzdem nicht genug. Genau so wie viele andere. Auch wenn es immer weniger werden.

Waren früher rund 500 Funker in Apolda und Umgebung aktiv, seien es heute etwa 50. „Der Nachwuchs fehlt.“ Wer aufgewachsen ist mit einem ständig verfügbaren Telefon, der ist für diese Art der Kommunikation nur schwer zu begeistern. Doch gerade in der Zufälligkeit liegt für Sven Marx der Reiz des Funkens. Man weiß nie, wer auf die aussendenden elektromagnetischen Wellen antwortet.

Auf diese Weise hat Sven Marx schon viele Bekanntschaften geschlossen. So mancher Funker wurde zum Freund. Und weil man Freunde gern auch persönlich kennenlernen möchte, organisiert Marx gemeinsam mit anderen Apoldaer Funkern regelmäßige Treffen. Das nächste findet am kommenden Wochenende in Großromstedt statt. Dann wird der Reitplatz zum Campingplatz. Ein großer Sendemast sorgt für Kontakt in die Welt. Rund 100 Funker werden erwartet. „Diese Treffen“, so erklärt Marx, „dienen dem Zusammen­halt“. Doch man will nicht nur unter sich bleiben.

Wer mehr über das Funken erfahren möchte, ist am Sonnabend herzlich willkommen. Gern erklären die Funker ihre Technik. Denn für sie hat ihr Hobby Zukunft. „Die Lkw fahren heute wieder zunehmend mit Funktechnik“, weiß Marx. Auch bei Natur­katastrophen sei auf den Funk Verlass. „Handy-Sendemasten können ausfallen, der Funkkontakt funktioniert.“
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