Max macht Bio

Der 18-jährige Max Reschke aus Apolda pflegt die historische Korbimkerei.
Apolda: Dieterstedterstraße | Nicht sieben, sondern 20 auf einen Streich! Max Reschke ist hart im Nehmen. Dem jungen Imker aus Apolda machen so ein paar Bienenstiche nichts aus. Auch wenn es fast zwei Dutzend an einem Tag sein können. „Doch, es tut
noch weh“, stellt er schnell klar. Der Schmerz bleibt. Jedoch reagiert sein Körper längst nicht mehr mit Schwellungen. Und obendrein sei es seine Schuld. Als Imker müsse er spüren, wenn die Bienen schlecht gelaunt sind.

Diese Ansicht spiegelt Reschkes Visionen wider. „Ich will mit den Bienen imkern.“ Respekt vor Tier und Natur ist in all seinen Worten zu spüren und der Drang, sein Wissen weiterzugeben und es gleichzeitig zu vervollkommnen. Eine Lehre als Imker strebt er deshalb an. Dabei könnte er schon jetzt als Profi gelten. Denn pünktlich zu seinem 18. Geburtstag wurde er Mitglied im Öko-Anbauverband Bioland und ist damit deutschlandweit der jüngste Bio-Imker.

Seit seinem 11. Lebensjahr beschäftigt sich Max Reschke mit der Imkerei. Schon sein Uropa hatte Bienen gezüchtet und Honig produziert. Sein Opa Bernd erzählte oft davon und machte seinem Enkel so Lust auf dieses Hobby. 25 Bienenvölker, jedes mit etwa 50 000 bis 70 000 Bienen, hat er im vergangenen Sommer betreut. Auf Streuobstwiesen, an Sonnenblumenfeldern und in Wäldern setzt er seine Bienen im Weimarer Land aus. Dabei wohnen die Bienen in natürlichen Beuten – aus Holz, Stroh und Lehm. Deshalb war der Schritt zum Bio-Imker nur folgerichtig. „Viele denken vielleicht, der Max macht jetzt Bio, weil
er mehr verdienen will“, ist er sich der Skepsis anderer bewusst. „Am Ende ist es aber plus minus Null.“ Dafür wisse man aber genau, was im Honig ist.

Auch die historische Korbimkerei pflegt der Schüler. Im Garten hinter dem kleinen Reihenhaus seiner Eltern stehen vier Bienenkörbe, vor über 80 Jahren von Hand aus Stroh gebunden und mit Kuhdung verfüllt. Im Inneren der Körbe werden die Wabenplatten von den Bienen noch selbst gebaut. „Ich kann die
Biene Biene sein lassen“, freut er sich über diesen ungezwungenen Umgang mit den Tieren. Diese Tradition will er erhalten.
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Erika Siebert aus Erfurt | 13.05.2013 | 11:15  
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