Mehrheitsfähige Vision gefunden

Eine Zukunftsvision für Apolda wurde in den vergangenen Monaten gesucht. Johannes Langer hat diesen Prozess moderiert.
Apolda: Stadthaus | Wie sieht sich Apolda? In welche Richtung soll sich die Stadt entwickeln? Zu diesem Fragenkomplex hatte sich vor gut einem Jahr eine Arbeitsgruppe gebildet. Unter der Moderation von Johannes Langer von der Agentur Eyespalast wurden Visionen für Apolda entwickelt: Apolda als Kreativstadt, als Tourismusstadt oder als Wohlfühlstadt. Nach der Vorstellung der drei Visionen Ende 2011 im Stadthaus wurden die Apoldaer zur Abstimmung aufgerufen. Nun liegen die Ergebnisse vor und sollen am 2. Februar während einer Einwohnerversammlung verkündet werden. Über erste Eindrücke nach Abschluss der Auswertung sprach der AA mit Johannes Langer.

1000 Mitmachbögen waren ausgelegt worden. Auch im Internet konnte man abstimmen. Wie groß war die Resonanz?
Sie war erwartungsgemäß. Die Qualität der Zusendungen hat mich überrascht. Es wurden nicht nur die vorgegebenen Möglichkeiten ankreuzt, sondern detailliert beurteilt, manchmal seitenlang. Man hatte das Gefühl, dass nicht nur eine Person den Fragebogen ausgefüllt hat, sondern mehrere mitgewirkt haben. Die Leute haben sich wirklich Gedanken gemacht.

Können Sie eine genaue Zahl nennen. Wie viele ­Bürger haben sich beteiligt?
Wir haben 130 qualifizierte Beiträge auswerten können, zumeist per gedrucktem Fragebogen. Mitgemacht haben nicht nur ältere Bürger, wie ich vorher angenommen hatte. Auch viele Jüngere beteiligten sich an der Abstimmung.

Für welche Vision haben sich die Apoldaer entschieden?
Das darf ich noch nicht ­sagen. Das wird am Donnerstag zur Einwohnerversammlung Teil unserer Präsentation sein. Aber ich kann schon verraten, dass es eine deutliche Mehrheit für eine der Visionen gibt.

Eine deutliche Mehrheit?
Das kann man sagen: 54 Prozent. Wobei viele geschrieben haben, dass sie sich wünschten, dass einzelne Elemente aus den anderen Vorschlägen ebenfalls berücksichtigt werden.

Hat Sie das Ergebnis überrascht?
Nein, eigentlich nicht.

Wie geht es nach dieser Entscheidung weiter?
Aus der Vision soll ein Stadtleitbild entwickelt werden. Dieses gibt grob die Entwicklung vor, die Apolda in nächster Zukunft gehen möchte. Das Leitbild dient als Handlungsprämisse für alle in der Stadt: für die Verwaltung, aber auch für die Händler und Bürger. Das Stadtleitbild ist gekoppelt an eine Kommunikation nach außen, aber vor allem auch nach innen. Es kann identitätsstiftend sein. Gerade hier sehe ich eine große Chance für die Stadt. Es wäre gut für Apolda, wenn die Bürger dieses neue Leitbild annehmen und mitgestalten.

TERMIN:
Die Einwohnerversammlung zum Thema Visionen & Stadtleitbild findet am 2. Fe­bruar, um 19 Uhr im Stadthaus Apolda, Raum 36 statt.
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5 Kommentare
Simone Schulter aus Weimar | 31.01.2012 | 16:39  
3.050
Antje Hellmann aus Jena | 31.01.2012 | 18:22  
Simone Schulter aus Weimar | 01.02.2012 | 09:29  
3.050
Antje Hellmann aus Jena | 01.02.2012 | 13:36  
Simone Schulter aus Weimar | 02.02.2012 | 11:29  
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