Radler bald auf Goethes Spuren

Mit ihren Rädern kamen Kinder aus Reisdorf und das Ehepaar Schnallinger aus Bad Sulza zum symbolischen Spatenstich an der Mägdelinde. Ende November 2011 können sie den neuen Radweg nach Eckartsberga in Besitz nehmen. Foto: Siegfried Schmidt (Foto: Foto: Siegfried Schmidt)
Reisdorf: Mägdelinde | Von Siegfried Schmidt

An der „Mägdelinde“ bei Reisdorf erfolgte am 22. Oktober der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt des Radwirtschaftsweges nach Eckartsberga

Nach Eckarts­berga, bei dem Ort denkt man gern an Goethes Ballade vom „Getreuen Eckart“, führt bald von Reisdorf im Kreis Weimarer Land ein Radwanderweg, der Thüringen und Sachsen-Anhalt miteinander verbindet. Dieses Vorhaben, in historischer Landschaft ländlichen Wegebau touristisch zu nutzen, ist Teil des Gemeinschaftsprojektes „Saale-Unstrut-Elster-Rad-Acht“.

Samstag erfolgte an der „Mägdelinde“ der symbolische Spatenstich für den ersten Bauabschnitt des Radwirtschaftsweges, den der Reisdorfer Bürgermeister Dirk Schütze mit Landrat Hans-Helmut Münchberg, Birgit Helk vom Planungsbüro Mellingen, Egbert Thieme vom bauausführenden Unternehmen Melio-Bau GmbH Laucha und mit Friedheim Raubold vom Vorstand der Agrargenossenschaft Rannstedt vornahm.

Bereits mit schwerer Technik gespurt ist die Trasse, die über die Bahnlinie Buttstädt - Bad Sulza führt und am Eckartshaus am Ortsrand von Eckartsberga im Burgenlandkreis ihren Endpunkt hat. Anderthalb Kilometer lang ist der drei Meter breite Radwirtschaftsweg, der Radwanderern und landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen vorbehalten ist. Links und rechts des Weges sind Randstreifen. so genannte Bankette, von jeweils einem halben Meter vorgesehen. Seit dem 19. Oktober nehmen Mitarbeiter des Lauchaer Betriebes den grundhaften Ausbau vor, bis dann der acht Zentimeter dicke Bitumenbelag aufgetragen wird. Schon am 26. November dieses Jahres ist die feierliche Eröffnung geplant. An diesem Tag werden Mitglieder von Fortuna ­Rettungsdienst Reisdorf auf der neuen Strecke ein Radrennen veranstalten.

Die Gesamtkosten für den Radwirtschaftsweg betragen 174 000 Euro. Den Hauptanteil trägt mit 129 400 Euro die Thüringer Aufbaubank. 18 600 Euro steuert das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha bei. Der Eigenanteil der Gemeinde Reisdorf beträgt 26 000 Euro. Für die Bauausführung sind 143 000 Euro vorgesehen, 20 000 Euro für die Planung und 11 000 Euro für die Ausgleichsmaßnahmen – konkret: für das Bepflanzung von Bäumen und Sträuchern entlang des Radweges.
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