Hoch oben thront die Burg

Andreas Krause und Christoph Walther befestigen den Sauser am Karnevalswagen des Apoldaer Faschingsclubs. Die Galionsfigur gehört unbegingt dazu, wenn Apolda die fünfte Jahreszeit feiert. Foto: Schulter
Apolda: Utenbacher Straße | Die Kälte schlüpft durch die dicke Jacke. Es ist fußkalt obendrein. Die Lampen wollen nicht recht erleuchten, was schon bald die Apoldaer verzücken soll. Doch die Narren vom Apoldaer Faschingsclub schreckt das nicht ab. Regelmäßig treffen sie sich derzeit in einer alten Werkstatt in der Utenbacher Straße.
Hier steht der alte Pritschenwagen, den der Verein zur Wende von einem Betrieb abgekauft hat. Seitdem dient er dem AFC als Umzugswagen, wenn die Narren durch die Straßen von Gramont ziehen. Über zwei Jahrzehnte hat der auf dem Buckel, doch die reichen noch längst nicht aus, um in jene Zeit zurückzureichen, die der AFC in diesem Jahr thematisch in den Mittelpunkt stellen will.

„Wir feiern in diesem Jahr einen Mittelalterfasching“, erklärt Andreas Krause, im Verein für den Umzugswagen zuständig. Für die Karnevalsveranstaltungen in der Stadthalle hat man eine Burg gebaut. Und die soll sich auch auf dem Wagen wiederfinden. „Sozusagen als Wiedererkennungswert“, sagt Krause. Damit wandeln die Narren auf neuen Wegen. Denn üblicherweise ist der AFC mit einem Prunkwagen unterwegs. In diesem Jahr nun ziert eine Burg den Wagen, auf dem etwa 20 Leute Platz haben werden. „Damit wollen wir uns abheben“, erklärt Krause.

Die ersten Ideen für das diesjährige Programm haben die AFC-Mitglieder aber bereits im Sommer gesammelt. Damals ist auch der Pritschenwagen mit einer Unterbodenbehandlung in die Kur gekommen. Auch über das Thema konnten sich die AFC-Narren schon in der warmen Jahreszeit verständigen. Doch der Feinschliff erfolgt jetzt – auch wenn das Thermometer Minusgrade anzeigt. Die Mühe und so manche kalten Füße sind es wert, wenn die Apoldaer entlang der Strecke am bunten Karnevalszug ihre Freude haben werden.

STRECKENVERLAUF

Der 27. Faschingsumzug startet am 9. Februar, um 13 Uhr an der Kreuzung Friedrich-Engels-Straße/Hugo-Michel-Straße und führt über einen veränderten Streckenlauf über die Bachstraße zum Heidenberg. Danach wird die Straße des Friedens passiert und der Marktplatz überquert.
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