Verschnaufen? Ach was!

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Die Narrenkappe abgesetzt hat ­Sauser Jens-Uwe Fichtler. Ein paar Tränen sind noch zu trocknen: Heute beginnt auch für die Symbolfigur des Apoldaer Karnevals wieder der ganz normale Alltag.
Apolda: Bahnhofstraße | Kein Kater wird ihn heute aufhalten! Saure ­Gurken und Rollmöpse stehen garantiert nicht auf seinem Frühstückstisch. Jens-Uwe Fichtler sieht dem Aschermittwoch ganz entspannt entgegen.

Bereits zum 10. Mal ist er in diesem Jahr als Mitglied des Apoldaer Faschingsclubs in die Kluft des Sausers geschlüpft, der Symbolfigur des Karnevals in Gramont. Ein wahrer Veranstaltungs­marathon liegt nun hinter ihm, auf dessen Höhepunkt er auf der „Wurscht“ reitend den Karnevalsumzug am Sonnabend anführte. Doch von Müdigkeit keine Spur.

Wenn die letzten noch feiern, Abschied nehmen von der fünften Jahreszeit, dann ist Jens-Uwe Fichtler bereits auf den Weg zur Arbeit. Der Sauser ist Monteur von Beruf, ­arbeitet auswärts. „Das ist besonders in der Faschingszeit sehr stressig“, gibt er zu. „Doch irgendwie bekomme ich das immer in Einklang“.

Wie hält er sich fit, trotz Spagat zwischen Montage und Prunksitzung? „Es gibt ein gutes Mittel, um erst gar nicht unfit zu werden“, antwortet er prompt. Fichtler lebt frei nach der Devise: viel Spaß und wenig Alkohol. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass der Sauser heute früh zur Arbeit saust und sich so ganz nebenbei fragt: „Und was passiert heute?“

Dass die gefühlte Lange­weile kein Dauerzustand wird, steht heute schon fest. Am 11.11. will der Sauser wieder – dann im 11. Jahr – auf ein Neues die Apoldaer Karnevalisten in die närrische Zeit führen. Tränen gibt‘s dann höchstens aus Vorfreude.
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