Arnstadt aktuell: Entscheidung für Schließung der Kegelbahn liegt allein beim Betreiber

Arnstadt: Stadtverwaltung | Gegendarstellung der Stadtverwaltung Arnstadt zum Leserbrief vom KSV Schwarz-Gelb Arnstadt

Die folgende Gegendarstellung bezieht sich auf einen Leserbrief der Herren Michael Ehser und Michael Schröder vom KSV Schwarz-Gelb Arnstadt. In ihrem Leserbrief machen die beiden Kegler die Stadt Arnstadt dafür verantwortlich, dass sich der Kegelverein Schwarz-Gelb Arnstadt zum Jahresende auflösen wird. Zudem werden Mitarbeiter der Verwaltung aus dem Bereich Jugend und Sport ungerechtfertigt kritisiert. So behaupten sie unter anderem, dass der zuständige Abteilungsleiter ihre Sportart nicht kenne und sich nicht für das Problem der Kegelbahnschließung interessiere.
Die Realität ist allerdings ein andere. Denn seitens der Verwaltung wurde viel Zeit investiert, um es allen Beteiligten zu ermöglichen, ihrer Sportart auch weiterhin und ohne größerer Einschränkungen nachzugehen.

Von der Schließung der Kegelbahn sind insgesamt 3 Parteien betroffen. Hierbei handelt es sich um 8-10 Kegler der SG Einheit Arnstadt, 10-14 Sportler aus der Sparte der sehbehinderten Sportler der SG Einheit und um die Kegler des KSV Schwarz-Gelb Arnstadt.

Alle drei Parteien wurden Anfang September 2014 darüber Informiert, dass der Vertrag für die Nutzung der Kegelbahn in der Riedschenke durch die Arnstädter Vereine zum 30. Juni 2015 durch die Betreiber gekündigt wurde. Daraufhin führte die Stadtverwaltung mehrere Gespräche mit den Eigentümern der Kegelbahn, in denen eine Möglichkeit gesucht wurde, die Sportstätte zu erhalten. Unter anderem ist eine Pacht der Kegelbahn mit Finanzierung der entsprechenden Betriebskosten seitens der Stadt angeboten wurden. Die Verhandlungen waren erfolglos und die Entscheidung der Betreiber, dass der Kegelsport an dieser Stelle nicht weitergeführt wird, muss akzeptiert werden.

Ende Oktober des vergangenen Jahres wurden die Verantwortlichen der beiden Kegelvereine, in Person von Herrn Köllmer vom KSV Schwarz-Gelb und Herrn Henning von der SG Einheit, nochmalig über die Situation informiert und ihnen mitgeteilt, dass keine alternative Wettkampfbahn in Arnstadt existiert. Gleichzeitig bot die Stadt ihre Unterstützung bei der Suche und Organisation von Alternativen in der Umgebung an.
Für die sehbehinderten Kegler der SG Einheit war es bei der Suche nach Alternativen wichtig, dass eine neue Kegelbahn leicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist und somit wurde die nahe Bahn in Ichtershausen bevorzugt.
Eine weitere Behauptung, die an dieser Stelle Entkräftung finden soll, sind die angeblichen „Querelen zwischen dem Amt Wachsenburg und der Stadt Arnstadt“. Diese mag es in der Vergangenheit unter anderer politischer Führung gegeben haben, die Gegenwart sieht allerdings anders aus. Beide Bürgermeister verstehen sich sehr gut und auch unterhalb der Verwaltungen wird sich gegenseitig unterstützt. Im Zuge der Gespräche zwischen der Stadt Arnstadt und dem Amt Wachsenburg erklärte sich unsere Nachbargemeinde großzügiger Weise dazu bereit, die sehbehinderten Kegler kostenlos ab Juli auf ihrer Bahn trainieren zu lassen. Da die Kegelbahn in Ichtershausen zudem von Arnstadt aus sehr schnell und einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die die sehbehinderten Sportler im Übrigen kostenlos nutzen können, erreichbar ist, darf hier durchaus von einer optimalen Lösung gesprochen werden. Für einige Teammitglieder ist die Sportstätte in Ichtershausen sogar näher als die alte Bahn in Arnstadt.

Für die nichtsehbehinderten Kegler der SG Einheit wird zurzeit noch ein Termin in der favorisierten Kegelbahn in Haarhausen gesucht. Auch hier ist eine gute Zusammenarbeit mit dem Amt Wachsenburg hervorzuheben. Alternativ besteht die Möglichkeit der Nutzung der Kegelbahn in Stadtilm, welche aufgrund eines Kapazitätsengpasses am gewünschten Trainingstag und der größeren Entfernung aktuell jedoch nicht durch den Verein bevorzugt wird.

Was den KSV Schwarz-Gelb Arnstadt betrifft, so wurde zuletzt Anfang Februar beim Vereinsvorsitzenden Herrn Köllmer seitens der Stadt nachgefragt, wie sich der Verein eine geplante Ausrichtung nach dem 30. Juni, also nach der Schließung der Kegelbahn, vorstelle.
Zudem wurde das Angebot bezüglich der Suche nach einer geeigneten Alternative im Umland erneuert. Herr Köllmer zeigte kein Interesse, da sich der Verein nach eigenen Angaben aufgrund der Altersstruktur auflösen wird. Die 3-4 verbliebenen Kegler schließen sich Vereinen in ihren Wohnorten in Bittstädt und Erfurt an.

Das Argument, dass eine Kreisstadt ohne Kegelbahn nicht vorstellbar ist, kann von der Stadtverwaltung nicht nachvollzogen werden, noch weniger erste Forderungen eines Neubaus einer Kegelbahn. Ein Neubau und die damit verbundenen späteren Unterhaltskosten würde – sofern derzeit überhaupt finanzierbar – zu einer Konkurrenz mit Kegelbahnen im Umland führen. Hier ist eine Denkweise wünschenswert, bei der unsere Region nach Möglichkeit auch über Gemeindegrenzen hinaus betrachtet werden sollte. Es ist besser 4-
5 Kegelbahnen in unmittelbarer Nähe zu haben, die gut geführt und besucht sind, als 10 Bahnen, die sich um die wenigen aktiven Kegler streiten und somit um ihr Überleben kämpfen müssen.
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