Achtzehn Mal Bach

Bach ist wieder mal kultureller Dreh- und Angelpunkt. Zum Bachadvent im vergangenen Jahr war das Denkmal auf dem Arnstädter Marktplatz mit dieser lustigen Wolltastatur geschmückt worden. (Foto: Jana Scheiding)
Arnstadt: ... | Zweifellos ist Johann Sebastian Bach in der Musikgeschichte eine der
herausragenden Figuren, dessen Einfluss sich nur wenige Musikschaffende entziehen können. Die Vorstellungen über das Erscheinungsbild des Komponisten gehen weit auseinander – es gibt kaum historisch gesichert zuzuordnende Porträts. Und auch das zum Teil heute noch umstrittene
Denkmal auf dem Markt ist letztlich nur eine Vision seines Schöpfers. Wie sehen Künstler der Gegenwart die Person Johann Sebastian Bach? Welchen Einfluss
haben seine revolutionären musikalischen Ideen auf die Kunst heute? – Diese Fragen interessieren den Kunstverein Arnstadt. Gemeinsam mit der Stiftung der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau und der Sparkassen-Kulturstiftung
Hessen-Thüringen initiierte er einen bundesweiten Aufruf. Die Ausschreibung gab den Künstlern etwa fünf Monate Gelegenheit, sich – ohne Beschränkung der künstlerischen Ausdrucksmittel – mit der Person und dem Schaffen
Bachs auseinanderzusetzen. Nach Ablauf dieser Frist fand sich eine sechsköpfige Jury, bestehend aus Kunsthistorikern, Historikern und Künstler zusammen, um sich die eingegangenen 75 Bewerbungen anzusehen. Daraus wurden schließlich die Arbeiten von 18 Künstlern ausgewählt, die sich auf sehr
unterschiedliche Weise dem Schaffen Bachs näherten. „Das Ergebnis dieser Aktion ist eine sehr interessante Ausstellung, in der ungewöhnliche plastische Objekte, abstrakte, realistische Malerei und filigrane Zeichnungen zu sehen sind“, macht eine Sprecherin des Kunstvereins neugierig.
Zu den Juroren gehörten Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, Direktor der Kunstmuseen der Stadt Erfurt, und Jörg Hansen, Leiter des Bachhauses Eisenach. Sie werden zur Vernissage am 10. November, 20 Uhr, in der Kunsthalle nicht nur die
Laudatio halten, sondern ausgewählte Arbeiten prämieren. Die besten drei sind dotiert mit 3000, 2000 und 1000 Euro. Zu sehen ist die Ausstellung mit dem Titel „Bachläufe“ – Johann-Sebastian Bachs Spuren in der Moderne bis 16.
Dezember.
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