Asterix lässt grüßen...

Ab und zu kommt mal Besuch vorbeigeflattert und nimmt Platz auf dem Sonnenschirm.
... oder: Galica est partet in partes tri! (Anfangssatz des Buches "de belum gallicum" von Julius Cäsar - Ganz Gallien ist in drei Teile geteilt.")
Da wir gestern ja "Kulturstress" hatten, legen wir heute wieder einen Schlumpertag ein. Das heißt für mich, mit einem Stapel Zeitungen (Bild - tagesaktuell, aber nennt das Ding nicht Zeitung -, Süddeutsche - mit einem Tag Verzögerung im Zeitungsladen zu erstehen - und taz - mit zwei bis vier Tagen Verspätung per Post in den "Blauen Salon" zu verschwinden (Anmerkung der Zeitungs-Zweitverwerterin: Holgi vergisst zu erwähnen, dass er bereits beim Frühstück mit dem Lesen der Zeitungen beginnt - so sehen sie dann auch aus. Viele Ehefrauen empfinden das als unhöflich und es soll schon Scheidungen deshalb gegeben haben. Gott sei Dank bin ich keine Ehefrau!!!).
Der Blaue Salon ist im Übrigen auch Janas Lieblingscafè: blauer Betonboden, blaue Markisen, blaue Hollywoodschaukeln. Offiziell café "le neptuné". Jana und Dana waren shoppen und haben einen großen (und wenn ich sage großen, dann meine ich GROSSEN) Schwimmring erstanden. Er wurde nachmittags natürlich ausgiebig getestet.
Zurück zum Anfangsthema: Zu Beginn der 60er und 70er Jahre war der Küstenstreifen des Mittelmeeres westlich der Camargue ein Sumpfgebiet: Unfruchtbar, unergiebig und Brutgebiet von Malariafliegen. Dann entschied sich der Staat, die Sümpfe trocken zu legen und via Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen die heutigen Touristenzentren zu schaffen.
Cap d´Agde, la Grande Motte, Vias Plage, Valras Plage und Marseillan Plage etc. wurden aus dem Boden gestampft und haben sich seitdem als Ferienmagnet etabliert.
Zur selben Zeit entschloss sich der frühpensionierte lothringische Bergmann Raimond Filler, dort zu investieren und zwei Hektar Land zu erwerben, um einen Campingplatz zu eröffnen. Ein Lothringer, der in Südfrankreich einen Campingplatz eröffnet, hat ungefähr den gleichen Status wie ein Ostfriese, der in Garmisch-Partenkirchen eine Almhütte baut. Und so kommt es, dass unser Platz bis heute im offiziellen Verzeichnis der örtlichen Plätze nicht auftaucht, in der Landkarte nicht eingezeichnet ist und kein Straßenschild auf ihn hinweist.
Am Ende einer Sackgasse, vom Strand etwa 500 Meter entfernt, ruhig und nur von Stammkunden als Geheimtipp entfohlen, ist er das kleine gallische Dorf, welches jedes Jahr der Hektik Widerpart bietet.
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