Blumen blühen auf Acryl

Manfred Raßloff hat ein Händchen für Acrylmalerei. Außer Blumen und neuerdings Porträts bringt er auch allerhand Phantastisches auf die Leinwand – wie der Inhalt seiner Künstlermappe zeigt.
Wachsenburggemeinde: ... | „Angst vor Demenz habe ich nicht“, sagt Manfred Raßloff überzeugt. „Dafür hab‘ ich doch gar keine Zeit!“ Sogleich zählt er seine Hobbys auf: Skat, Sudoku, Schach, Schreiben, Möbel und Modellflugzeuge für Kinder und Enkel, für seine
Frau Lampen im Tiffanystil bauen – und Malen. Bis vor kurzem fuhr der 72-Jährige noch eine rote chinesische Chopper, doch infolge eines Beinbruchs beschloss er, das Motorrad zu verkaufen. Raßloffs größte Leidenschaft, das
Malen, hat ihren Ursprung wohl in seiner Schulzeit. „Ich konnte die Friedenstaube am besten von allen Mitschülern malen“, entsinnt sich der
kunstbegabte Rentner. „Deshalb musste ich fortan immer die Wandzeitung gestalten.“ Auch sein Beruf – Kunst- und Bauschlosser – forderte Manfred Raßloffs Talent als Zeichner. 1965 trat der gebürtige Erfurter mit Feuereifer in
den Malzirkel der Optima ein, um ernsthaft Maltechniken zu lernen. Den Zirkel leitete der freischaffende Künstler Siegfried Terper, der heute über 80 Jahre alt ist. Ausgestellt wurden die Bilder in Vilnius und anderen Städten des damaligen Ostblocks.
„Ich entschied mich für Acryl und bin dabei geblieben“, beschreibt Raßloff seine
bevorzugte Maltechnik. Bis heute hat er mehr als achtzig Bilder auf der Staffelei
gehabt. Sein erstes Werk – der Kilimandscharo – schmückt sein Büro im inzwischen heimatlichen Sülzenbrücken. Raßloffs Wohnung hängt voller Bilder mit zum Teil sehr gelungenen Blumenmotiven. Die Inspiration dafür holt er
sich aus Büchern, Zeitungen und der Natur. Bemerkenswert ist auch das goldgerahmte Porträt, das eine Frau mit Hut zeigt. „Hin und wieder male ich Porträts“, verrät Raßloff. „Manche Personen sehen sich sogar ähnlich.“
Sternkolumnist Hans-Ulrich Jörges soll von seinem Konterfei so begeistert gewesen sein, dass er das von Manfred Raßloff gemalte Bild in seinem Büro aufhängte. „Ich mag Jörges‘ Beiträge“, sagt der Künstler. „Bei ihm habe ich
mir richtig Mühe gegeben. Das im Magazin abgebildete Passfoto zugrunde gelegt, vergrößerte ich das Bild via Rastersystem. So haben berühmte Maler schon vor 200 Jahren gearbeitet.“
Dass der ehemalige Gesellschaftswissenschaftler und Sozialarbeiter jetzt eine
Ausstellung nach der anderen organisiert, verdankt er seiner Tochter. „Sie hat mich vor etwa zehn Jahren ermuntert, meine alte Skizzenmappe zu entstauben. Als ich noch bei der Stadt Erfurt angestellt war, hatte ich dafür keine Zeit."
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4 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 09.10.2012 | 22:32  
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Renate Jung aus Erfurt | 09.10.2012 | 23:30  
Jana Scheiding aus Arnstadt | 10.10.2012 | 13:10  
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Renate Jung aus Erfurt | 13.10.2012 | 23:17  
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