Die grüne Lunge im Wandel der Zeiten - Für neue Ausstellung wird Jagdhaus Gabelbach umgebaut

Gästeführerin Susanne Stauche (links) begrüßt Wanderer im Jagdhaus Gabelbach.
Von Dietmar Mansfeld

Das Jagdhaus Gabelbach auf dem Weg hinauf zum berühmten Kickelhahn gehört zu den unterschätzten Goethe-Stätten in und um Ilmenau. Dabei ist der schlichte, mit Erlenholz verkleidete spätbarocke Bau nicht zu übersehen.

Seit drei Jahren laden hier Susanne Stauche und Nicole Raake die Goethe-, Naturund Museumsfreunde zu Rundgängen ein. Der eher schlichte zweigeschossige Bau diente als Unterkunft und Versorgungsstätte höfischer Jagdgesellschaften des Herzogs Carl August von Sachsen- Weimar-Eisenach. Ein Fest- und Gesellschaftsraum mit eher schlichtem Prunk, zwei spartanisch eingerichtete Schlafkammern und eine Schreibkammer erinnern an Aufenthalte Goethes und Carl Augusts. Die seltenen barocken Stühle mit "Hirschfüßen" sind noch aus der Erbauungszeit erhalten. Mit etwas Phantasie kann sich der Besucher vorstellen, wie Goethe persönlich in einem der barocken Schlafsessel geruht hat.

Anfang Juni ziehen Handwerker ins Jagdhaus Gabelbach ein und gestalten die untere Etage neu. Hier wird in Zusammenarbeit mit dem GoetheStadtMuseum und der Stiftung Weimarer Klassik eine neue Ausstellung "Wald im Wandel der Zeiten" eingerichtet. Die neue Ausstellung schließt inhaltlich an die Jagdtrophäen und das Jagdzubehör an, die im Treppenhaus präsentiert werden. In den ersten drei Wochen des Umbaus bleibt das Jagdhaus gänzlich geschlossen, anschließend nur die untere Etage. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis November. Dann heißen Susanne Stauche und Nicole Raake Besucher auf allen Ebenen wieder herzlich willkommen.

Frequentiert werde das Museum von Besuchern aus dem In-und Ausland, erklären beide Gästeführerinnen. "Neben Publikum aus Hessen und Bayern machen viele Urlauber aus Skandinavien bei einer Wanderung auf den Kickelhahn hier Station", erzählt Susanne Stauche. Aber auch für Ilmenauer ist das Jagdhaus Gabelbach immer wieder einen Abstecher wert.

Hintergrund
• In circa 800 Meter Höhe Richtung Kickelhahn liegt das Jagdhaus Gabelbach.
• Errichtet wurde es 1783 innerhalb von fünf Monaten als Zweckbau für Jagdgäste.
• Eine Jagdausstellung vermittelt Eindrücke vom Jagdwesen des 18. Jahrhunderts (erlegtes Wild, Auerhahn, Birkhuhn etc.)
• Von 1964 bis 2008 betreute die Klassik Stiftung Weimar das Museum.
• Heute liegt die Verantwortung bei der Stadt Ilmenau.
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