Die Macht der Stimme - Zwei engagierte Frauen aus Arnstadt wollen etwas für künstlerisch begabte Menschen tun

Voller Emotionen - Nomi Rais war in Berlin eine erfolgreiche Soulsängerin und wagt in Arnstadt einen neuen Karrierestart.
Arnstadt: ... | Der Abend senkt sich über die Stadt. Sonnenstrahlen weichen Kerzenschein,
verzaubern den lauen Sommerabend. Scheinwerferlicht fällt auf das Trottoir
vor dem Bistro „Strasbourg“. Drinnen lässt eine aparte Sängerin im taubenblauen Seidenkleid ihr Herzblut in einen Song von Lionel Richie
fließen.
Augenblicke später steht Nomi Rais lächelnd an der Bar und erzählt von ihrem
ersten Auftritt. „Ich kellnerte im Dasdie Live in Erfurt und der Intendant Wolfgang Staub hatte einen offenen Abend ausgerufen. Jeder durfte sich
auf der Bühne produzieren.“ Ihren Gästen sagt die junge Frau, dass sie sie doch bitte entschuldigen mögen, sie müsse nur mal eben auf die Bühne. Tage später steht ihr Name im festen Programm des Varietés.
„Musik gehört seit meiner Kindheit zu meinem Leben“, erzählt die gebürtige Arnstädterin und lacht: „Ich war schon als Jungpionier beim Morgenappell sehr aktiv“. Was fortan auf Familienfeiern trainiert wird, findet einen ersten Höhepunkt im Sieg des Wettbewerbs um die „Stimme Thüringens“. Da ist Nomi Rais dreizehn.
Eines Tages lernt sie in Erfurt ihren späteren Mann kennen und geht mit ihm
nach Berlin. „Dort wurde ich sehr gut aufgenommen“, erinnert sich die Künstlerin. „Ich hatte Auftritte im Hotel Adlon und ein Casting im Friedrichstadtpalast.“ Gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern singt sie bei
der Einweihung der Reichstagskuppel „New York“. Trotz der beiden inzwischen geborenen Kinder (heute 9 und 12 Jahre alt) arbeitet Rais weiter, unter anderem in der Dinnershow „Palazzo“. Es läuft hervorragend und dennoch:
Nomi Rais hat Heimweh.
Eines Tages trifft sie auf einer Wirtschaftsveranstaltung eine außergewöhnliche
Frau: Karola Busse. Die Arnstädter Unternehmerin folgt Rais nach dem Auftritt
einfach in die Garderobe. „Ich wollte sie engagieren für eine Veranstaltung, die ich in diesem Moment plante“, rekapituliert Busse den denkwürdigen Abend im Dezember. Der Soul schweißt die Powerfrauen schließlich zusammen. Für
Rais steckt er voller Kraft und Leidenschaft, Busse mag die Dramaturgie des Bauches und des Herzens: „Soul ist zeitlos, ehrlich und ganz doll gefühlvoll“.
Seit Februar wohnt Nomi Rais wieder in Arnstadt. Gemeinsam mit Karola Busse
will sie eine Stiftung zur Förderung junger Nachwuchstalente initiieren. Busse ist das eine Herzensangelegenheit: „Ich sehe den Drang und die Notwendigkeit, Talente zu fördern. Vielen jungen Leuten fehlen der Mut und das
Selbstbewusstsein“. Eine erste Chance, an beidem zu feilen, könnten die Liveabende mit einer Souldiva bieten.

VERANSTALTUNG
Jeden letzten Donnerstag im Monat im Bistro „Strasbourg“ ab 19 Uhr Live-Soulabend mit Nomi Rais. Infos: www.facebook.com/bistro.strasbourg. Auftritte von Nomi Rais: 30. Oktober, Theater Eisenach; 31. Oktober, Alte Oper Erfurt
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3 Kommentare
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Karin Jordanland aus Artern | 12.09.2012 | 13:06  
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Hannelore Grünler aus Artern | 12.09.2012 | 20:00  
Jana Scheiding aus Arnstadt | 13.09.2012 | 13:06  
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