Ein bisschen Skandal muss sein: Christoph Hodgson schmückt im April die Fassade des Schlossmuseums in Arnstadt – eines der Bilder zeigt die „sündige“ Mathilde

1
Christoph Hodgson in seinem Atelier.
Arnstadt: ... | Um die "sündige" Mathilde durchzusetzen, musste Christoph Hodgson Museumsleiter Marcus Klein wohl ein wenig bearbeiten. Klein ist ein Mann der Fakten und hat für ausschweifende Dinge weniger Sinn als Hodgson, der in Deutschland eine beachtliche Anzahl italienischer Restaurants mit stilvoller Wandmalerei aufwertete. Nun darf sich der Wahlarnstädter am Schloss austoben. Weil das Geld für die Sanierung fehlt, wird als Übergangslösung eine Leinwand an der Schlossfassade angebracht, die mit historischen Szenen bemalt wird. Erste Entwürfe existieren, ab April beginnt der gebürtige Bamberger mit seiner Arbeit direkt auf der Leinwand.
Viele Jahre lebte Christoph Hodgson in München, direkt am Victualienmarkt. Seine Wohnung - eine Augenweide. Der 59-Jährige ist Absolvent der Münchener Kunstakademie und auf Tapete oder handwerkliche Hilfe nun wirklich nicht angewiesen. Vor etwas mehr als zehn Jahren kam der Künstler nach Arnstadt, lernte seine heutige Frau kennen und blieb. In seinem Atelier in der Kohlgasse entstehen wundervolle Dinge.
Hodgson ist ein Mann der Fläche. "Seit 1985 bin ich fast ausschließlich an Wänden tätig", bestätigt er und fügt hinzu: "Ich arbeite gern lebensgroß". In Ostdeutschland bemalte er Wände in dreizehn Autobahnrasthöfen, unter anderem in Eichelborn und Hirschberg.

Fakten zur Malerei an der Schlossfassade

23 Quadratmeter Leinwand bemalt Christoph Hodgson im April mit historischen
Szenen und Persönlichkeiten Arnstadts. Die der Witterung trotzende Kunststoffplane wird an der Fassade des Arnstädter Schlosses befestigt und
schützt das Mauerwerk. Sie ist als Übergangslösung bis zur Bewilligung der Fördermittel für die bauliche Sanierung der Fassade gedacht.

90 Prozent Feuchtigkeit soll die Leinwand vom Mauerwerk des Schlosses fernhalten.

20 verschiedene Entwürfe legte der Absolvent der Münchener Kunstakademie,
Christoph Hodgson, vor, bevor das Vorhaben von den verantwortlichen Gremien der Stadt endlich genehmigt wurde.

2 Jahre betrug der Zeitraum zwischen ersten Ideen und der Umsetzung des Themas.

5 Sitzungen mit dem „Schlossherren“ Marcus Klein waren notwendig, bis die Auswahl der historischen Fakten feststand.

16 Fenster zeigen 30 bekannte Personen aus Arnstadt. Sie sollen später aus
der Leinwand getrennt und verkauft werden.

1 Bild will der seit über zehn Jahren in Arnstadt wohnende Künstler pro Tag schaffen.

40 Haken werden gebraucht, um die Plane an der Schlossfassade zu befestigen.
In das Mauerwerk wird dabei nicht eingegriffen.

4 Wochen malt der international anerkannte und gebuchte Maler an Architektur
und einzelnen Bildern.

Mehr über Christoph Hodgson unter www.BegehbareBilder.de
1
1
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
2 Kommentare
3.878
Karin Jordanland aus Artern | 28.03.2012 | 13:13  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 28.03.2012 | 16:40  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige