Farbe auf dem Blechdach - Der Arnstädter Maler Dorsten Klauke präsentiert am 29. Dezember eine außergewöhnliche Ausstellung

Wann? 29.12.2011 20:00 Uhr

Wo? ..., Arnstadt DE
Arnstadt: ... | Dorsten Klauke ist ein Maler, der vor etwa fünfzehn Jahren aus Erfurt nach Arnstadt zog. Er hat sein Atelier in der Kunsthalle, spielt wunderbar Klavier und
Cello. Und er bemalt Leinwände – wie es sich für einen Maler gehört.
Zurzeit lässt Klauke jedoch Leinwände Leinwände sein, denn er hat etwas Neues für sich entdeckt: Öl auf Aluminium. Was dabei heraus kommt, wollte der Künstler noch nicht zeigen. Doch wer möchte, kann am 29. Dezember in die zweite Etage des alten Wasserturms kommen, um sich die Kunstwerke anzusehen.
Vernissage und Finissage an einem Tag – wann gibt es so etwas schon zu erleben? Dorsten Klauke versteht die Präsentation mit dem Titel „Experium im Wasserturm“ als „Huldigung an das alte Bauwerk“, denn die Aluplatten sind aus dessen Dach entstanden. Bauherrin Pro Wohn hatte die in unförmige Tafeln geschnittene Decke dem Künstler zur Verfügung gestellt. Was er daraus machte, ist absolut sehenswert – und käuflich erwerbbar.
Wer sich die Kunstwerke aus Ölfarbe und Aluminium anschauen möchte, erlebt
mit Sicherheit einen schönen Abend. Es gibt Musik der gleichnamigen Band „Experium“ mit Saxofon, Klavier und Cello – passend zum Anspruch
einer künstlerischen Präsentation. Es gibt Wein und gute Gespräche. Und es
ist die letzte Gelegenheit, eine der runden Wohnungen im alten neuen Wasserturm zu besichtigen.
Als er die Platten zum ersten Mal sah, habe er sofort gewusst, was er daraus machen würde, erinnert sich Dorsten Klauke. „Sie waren deformiert und verbeult, aber ich denke, es ist mir gelungen, ihnen ein wenig Charme zu geben“.
Zunächst mussten die Platten ausgebeult werden. Nach der Grundierung trug Klauke die Ölfarbe auf. Die aufgetragene Firnis am Schluss sorgte für eine edle Oberfläche. Etwa dreißig der insgesamt einhundert so entstandenen Kunstwerke werden am Donnerstag im Wasserturm zu sehen sein. „Ich habe auch schon neues Blech und Aluminium bemalt“, erzählt der Wahlarnstädter.
„Aber diese alten Platten haben etwas Besonderes, so etwas wird es nie wieder
geben.“
Beim Betrachten dieser Bilder hat man den Eindruck, Relikten aus ferner Zukunft zu begegnen, sagt Dorsten Klauke. „Relikte aus ferner Zukunft“ – eine interessante Interpretation. Die kann einem nur einfallen, wenn man sich – wie Klauke – mit Quantenphysik inspiriert.
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