Herzliches Miteinander: Im Herbst lädt Schlagersängerin Katharina Herz Freunde nach Ilmenau ein

Katharina Herz am Wahrzeichen von Ilmenau - dem Ziegenbock und seiner Frau.
 
Welches Paar nehmen wir denn heute? (Foto: Thomas Ruddies)
Ilmenau: ... |

Ein bewegtes Jahr liegt hinter Schlagersängerin Katharina Herz. Sie brachte nicht nur ihre zweite Tochter - Saphira - zur Welt, sondern - zu Weihnachten - auch eine neue CD unter die Leute. Schon ist die Ilmenauerin wieder auf der Suche nach emotionalen Songs. Im Herbst lädt sie zum 3. Katharina Herz & Freunde-Fest ein und will Neues auch von sich präsentieren. Inspiration für die neue Scheibe holte sich die ausgebildete Sängerin in den USA, wo sie im April durch deutsche Clubs tourte. AA-Redakteurin Jana Scheiding traf die Sängerin in ihrer Heimatstadt Ilmenau.

Frau Herz, kann auch eine Schlagersängerin in Elternzeit gehen?
Ein paar Wochen vielleicht, aber dann muss die Arbeit wieder beginnen. Sonst verpasst man ganz schnell den Anschluss. Gott sei Dank habe ich meine Familie, die mich sehr unterstützt.

Ich stelle es mir schwierig vor, zwischen Tonstudio und zwei Kindern zu pendeln.
Das ist heute nicht mehr so kompliziert wie früher. Wir Sänger müssen nicht mehr Wochen im Tonstudio verbringen, um eine CD aufzunehmen. Das geht jetzt alles digital über das Internet. Ich habe die Titel von zu Hause in ein Hamburger Tonstudio geschickt, wo sie arrangiert wurden. Ganz einfach.

Dafür müssen Sie zum Auftritt mit dem halben eigenen Tonstudio anreisen.
(lacht). Ja, das ist allerdings komplizierter geworden. Früher habe ich meine Mini-Disc abgegeben und konnte mich auf meinen Auftritt konzentrieren. Heute sind Sänger mit eigener Technik besser beraten. Ein Großteil der Gage fließt demzufolge in neue Anlagen. In den 17 Jahren, die ich im Beruf bin, hat ein Wandel stattgefunden. Früher war ich Sängerin, heute muss ich ein Büro managen, Termine vereinbaren und nebenbei kreativ sein.

Ist es heute generell schwerer, sich zu behaupten? Vor allem als Schlagersängerin?
Ein klares Ja. Das liegt an der veränderten Medienlandschaft. Früher hatte ich im Jahr zwanzig bis dreißig Fernsehauftritte. Heute existieren 80 Prozent dieser Sendungen nicht mehr. Auch die Radiosender bringen immer weniger deutschsprachige Musik. Es wird sogar über eine Quote nachgedacht. Wie früher in DDR-Discotheken, wo 40 Prozent ostdeutsche Musik gespielt werden musste.

Käme für Sie ein anderer Beruf infrage?
(schmunzelt). Naja, auf dem Bürgermeisterstuhl saß ich schon. Mein Großvater, Kurt Heunemann, war 20 Jahre lang Stadtoberhaupt von Ilmenau. Aber im Ernst: Ich könnte mir keinen anderen Beruf vorstellen. Es ist fast wie Eigentherapie, wenn man Menschen mit seiner Stimme berühren kann. Dieses Gefühl macht mich sehr zufrieden. Und glücklich.

Sie kehrten unlängst von Ihrer USA-Tournee zurück. Was fangen Amerikaner mit deutschen Schlagertexten an?
In den USA gibt es viele Deutsche, die einst auswanderten, im Herzen aber immer noch deutsch sind. Sie lieben nach wie vor die deutsche Musik - das ist für sie ein Stück Heimat.

Wer auf der Bühne steht, wird auch nach seinem Outfit beurteilt. Vor Jahren hatten Sie 150 Paar Schuhe im Schrank. Wie viele sind es heute?
Es sind nicht viele hinzugekommen. Ich kaufe ja jetzt Kinderschuhe.

Bleibt neben Arbeit und Familie Zeit für die Bücher Ihres Lieblingsautors, Nicolas Sparks?
Ich kaufe alle Neuerscheinungen, aber sie stehen jungfräulich im Regal. Zurzeit gehe ich mit dem Kinderwagen spazieren - das ist auch ein schönes Hobby. Außerdem habe ich meine Leidenschaft fürs Nähen entdeckt. Und bei zwei Töchtern fallen eine Menge Kleidchen an. Meine Älteste, Ophelia, kommt dieses Jahr in die Schule. Das Kleid für diesen Anlass möchte ich selber nähen.

Zurück zur Bühne. Im September laden Sie zum 3. Herz-Fest ein. Das Publikum ist durch Andy Borg und Die Schäfer natürlich verwöhnt...
Das stimmt, aber ich will meinen Fans Vielfalt bieten und sie für junge Künstler sensibilisieren. Zu meinen Gästen gehört dieses Jahr Kevin Pabst, den ich für einen begnadeten Trompeter halte. Er ist viel mit den Jungen Tenören unterwegs. Reiner Kirsten, ein fröhlicher Sunnyboy, ist vielen Menschen aus dem ZDF-Fernsehgarten bekannt, den er jahrelang moderierte. Außerdem sind die Tänzer von InTakt dabei und handgemachte Musik gibt es auch. Ich denke, dass es ein besonderer Abend werden wird.


www.herz-fest.de
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9 Kommentare
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Lutz Leipold aus Ilmenau | 06.05.2015 | 10:49  
Jana Scheiding aus Arnstadt | 06.05.2015 | 10:51  
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Lutz Leipold aus Ilmenau | 06.05.2015 | 11:12  
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Katharina Herz aus Ilmenau | 06.05.2015 | 14:29  
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Katharina Herz aus Ilmenau | 06.05.2015 | 14:31  
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Lutz Leipold aus Ilmenau | 06.05.2015 | 15:04  
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Lutz Leipold aus Ilmenau | 06.05.2015 | 15:09  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 06.05.2015 | 19:49  
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Katharina Herz aus Ilmenau | 07.05.2015 | 14:44  
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