Holt mich hier raus, ich bin ein Brot!

Mit großem Interesse schauten die Kinder beim Brotbacken zu. (Foto: Gunter Werlich)
Schmiedefeld am Rennsteig: ... | Interessante Fragen für Kinder, die nicht mehr nachvollziehen können, wie Brot gebacken wird (da es ja in Schmiedefeld keinen Bäcker mehr gibt) wurden kürzlich aufgeklärt. Nur zur Information. Einst gab es mal fünf Bäcker in Schmiedefeld. Den Brotkrumen auf der Spur waren Gunter Werlich vom Schmiedefelder Getränkemarkt und seine Lebenspartnerin Carmen Graf. Beide betreiben auf ihrem Grundstück für den privaten Gebrauch seit einem Jahr einen Backofen. Da ihnen Kinder am Herzen liegen, hatten sie die Idee, die Kinder des Schmiedefelder Kindergartens für Montag, den 11. Juli einzuladen. Die Einladung wurde freudig angenommen. Pünktlich kamen 29 Kinder mit ihren Kindergärtnerinnen. Das Feuer brannte, der Schonstein rauchte und das erste Brot wartete darauf, herausgeholt zu werden. Zur Begrüßung sangen die Kinder ein Lied. Da riefen schon die Brote „Holt mich hier raus, holt mich hier raus.“ Wie im Märchen „Frau Holle.“ Es waren schöne, runde Zweipfundbrote. Nun wurde gezeigt, wie diese den schönen Glanz bekommen. Dann erklärte Carmen Graf den Kindern, dass der Teig aus Wasser, Salz, Mehl und etwas Sauerteig entsteht. Gespannt schauten die Kinder zu, wie der Teig geknetet und in eine Form zum Ruhen gelegt wird.
Als alle Brote aus dem Ofen waren, wurde gekostet. Das schmeckte so köstlich, dass im nu zwei Zweipfundbrote verspeist waren. Alle Kinder hatten vor lauter Eifer rote Wangen - wie im Sprichwort „Trocken Brot macht Wangen rot“. Gegen den Durst reichte Gunter gesunde Getränke. Natürlich fehlten die passenden Lieder rund ums Backen nicht. Zum Abschluss gab es noch einen Blick ins Feuerloch, wo im Märchen der Gebrüder Grimm „Hänsel und Gretel“ die Hexe verbrannt wurde. Es war ein interessanter und lehrreicher Vormittag. Nicht nur für die Kinder, auch für Carmen Graf, die Oma von Zwillingen ist. „Das machen wir nächstes Jahr wieder“, sind Carmen Graf und Gunter Werlich überzeugt.
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