Loreen und ihr Alter Ego - Kabarettistin und Schauspielerin van Heinrich aus Saalfeld mit Serie auf youtube

Loreen und ihr Alter Ego (Foto: Fundabird Production)
 
Loreen van Heinrich und Produzent Andreas Thaut. (Foto: Fundabird Production)
Saalfeld/Saale: ... |

Man könnte sagen, die charmante Schauspielerin Loreen van Heinrich aus Saalfeld sei einzigartig. Doch das stimmt nicht - es gibt Loreen nämlich zweimal auf der Welt. Ihre neue Serie mit dem Produzenten Andreas Thaut beweist es.

Der Thüringer Filmproduzent Andreas Thaut entdeckt die Saalfelderin Loreen van Heinrich während einer Veranstaltung des Thüringer Medienbildungszentrums in Gera. Heinrich wirkt bei einer Podiumsdiskussion innerhalb eines Moderationsworkshops mit. Der kameraerfahrene Mann spürt sofort: Sie hat etwas Besonderes und sie wäre die ideale Besetzung für seine nächste Produktion. Deren Folge 1 ist auf youtube bei Fundabird Production zu sehen. AA-Autorin Jana Scheiding erfuhr mehr über das Projekt.


Herr Thaut, erzählen Sie uns etwas über Ihre aktuelle Produktion?
Es ist ein Ein-Personen-Stück. Eigentlich ein Zwei-Personen-Stück, denn die Protagonistin steht im Dialog mit ihrem Alter Ego, ihrem zweiten Ich. Von dieser Unterhaltungsserie entstehen mehrere Teile, die unter anderem auf youtube zu sehen sind. Demnächst werden wir sie dem Fernsehen anbieten.


Warum ist Loreen van Heinrich die richtige Besetzung?
Weil die Kamera Loreen liebt. Das ist faszinierend. Sie hat dieses gewisse Etwas, eine fantastische Ausstrahlung. Wie Menschen vor der Kamera wirken, kann man ganz einfach testen, indem man beispielsweise am Fernsehgerät den Ton ausstellt und sich nur auf die Person konzentriert.


Welche Tests musste Frau van Heinrich bei Ihnen noch bestehen?
Nach dem Moderatorenworkshop habe ich mir ihr Kabarett mit den Heidecksburger Spöttern angeschaut und vorgeschlagen, mal etwas anderes zu machen. Film ist gefühlvoller und näher als Kabarett.


Frau van Heinrich, Sie sind ja sehr vielseitig unterwegs: Stadtführungen, Radio, Kabarett... Wie fühlt sich die neue Rolle an?
Ich will immer etwas Neues machen, neue Projekte ausprobieren. Und diese Produktion begeistert mich, weil es eine neue Herausforderung ist.


Inwiefern?
Zum einen in technischer Hinsicht: Ich spreche meine Rolle und muss Platz lassen für mein zweites Ich. Dieses Timing hinzubekommen ist nicht einfach und kostete einige Versuche. Zum anderen in persönlicher Hinsicht: Eigentlich bin ich ein unnahbarer Mensch. Es dauert, bis ich andere Menschen an mich heranlasse. Dieses Innere nach außen zu kehren, muss ich lernen. Das ist harte Arbeit an mir selbst. Aber Kunst soll ja Selbsttherapie sein.


Ist dieser Lernprozess für die Produktion problematisch, Herr Thaut? Überhaupt nicht. Er ist sogar interessant. Sehen Sie, ich will Menschen gut aussehen lassen. Loreen soll nicht als klischeehafte Zicke oder Tusse gezeigt werden, sondern als die faszinierende Frau, die sie ist. Sie kann sich ihren natürlichen Seiten öffnen, unbefangen sein. Das ist freilich ein Lernprozess. Ich will erreichen, dass die Menschen die Serie wegen Loreen van Heinrich anschauen. Die Arbeit mit ihr begeistert mich, weil sie mich begeistert.


Was sagen Sie zu diesem Lob, Frau Heinrich?
Das ehrt mich, aber ich bin manchmal schon blockiert und falle zurück in das Muster, das ich seit 30 Jahren lebe. Das gilt es, nun aufzubrechen.
Andreas Thaut: Ich weiß, dass Frau van Heinrich diese Transformation schafft, wenn sie will. Vielleicht mithilfe einer buddhistischen Lehre: Was ich anderen gebe, fällt auf mich selbst zurück. Wenn ich nichts gebe, kann ich auch nichts bekommen.


www.loreen-van-heinrich.com

Loreen van Heinrich mit ihrem Alter Ego im Dialog.

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1 Kommentar
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Petra Wolf aus Gotha | 11.12.2015 | 09:31  
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