Mond von Bären gefangen genommen: Puppentheater in der "Goldenen Henne" in Arnstadt

Der kleine Bär holt den Mond vom Himmel, weil er seinen Freund bei sich haben möchte. (Foto: privat)
 
Nach der Vorstellung nimmt Georgina Sperlich mit der Hauptfigur ein Bad in der Menge. (Foto: privat)
Arnstadt: ... |

Der kleine Bär sitzt vor seiner Höhle und schaut dem Mond bei dessen Spaziergang über den Himmel zu. Der Mond ist sein Freund und er würde ihn so gern bei sich haben. Und so entschließt sich der kleine Bär eines Tages, den Mond mit einem Lasso vom Himmel zu holen und in seine Höhle zu bringen. Als es nachts dunkel bleibt, wundern sich die anderen Tiere und machen sich auf die Suche nach demjenigen, der den Mond gestohlen hat. Als sie an der Behausung des kleinen Bären vorbeikommen, fällt ein heller Lichtschein auf den Waldweg...

Diese bezaubernde Geschichte von Rolf Fänger fasziniert Kinder und unterhält sie auf liebevolle Weise. Und sie dient Christian und Georgina Sperlich als Vorlage für ihr aktuelles Theaterstück "Der kleine Mondbär".
Mit ihrem Bilderbuchtheater touren die Sperlichs derzeit durch Thüringen. "Unsere Bühne hat keinen Vorhang. Die Bühnenbilder werden aufgeklappt wie ein Buch", erklärt Georgina Sperlich. Bühne und Kulissen baut Ehemann Christian, die Puppen fertigt ein Puppenmacher in Handarbeit.
Für Menschen Theater zu spielen, ihnen etwas Besonderes zu präsentieren - das tun Sperlichs seit ihrer Kindheit. Georgina kommt aus einer Artistenfamilie, war Seiltänzerin und Akrobatin. Christian Sperlich entstammt einer Puppenspielerdynastie. "Unsere Kinder sind die vierte Generation", sagt seine Frau. "Die fünfjährigen Zwillinge sind immer dabei und in schulfreien Zeiten kommt auch unsere siebenjährige Tochter mit. Nach der Vorstellung mischen sich die Kinder mit den Puppen unter das Volk."

Georgina Sperlich: Puppenspiel ist unser Traumberuf


Im Winter ist es etwas schwierig, jede Woche das 120 Zuschauer fassende Zelt aufzubauen, aber es geht. Denn "das was wir tun, ist unser Traumberuf. Wir treffen so viele unterschiedliche Menschen und wir können uns nichts schöneres vorstellen", erzählt Georgina Sperlich begeistert.
Im Frühjahr wird die Arbeit leichter. Dann reist die Familie aus dem fränkischen Burgpreppach mit ihrem Wohnwagen, den der talentierte Christian Sperlich ebenfalls selbst baute, durch die Lande. "Der Anhänger hat vier Erker und ist wirklich sehr bequem", schwärmt Georgina, die stolz auf ihren handwerklich begabten Mann ist.

Viele Großeltern wollen Puppentheater ohne Enkel erleben


"Puppentheater kommt heute noch gut an", erklärt Christian Sperlich auf die Frage, inwieweit sich das Publikum im Wandel der Zeiten geändert habe. "Seit einiger Zeit beobachten wir den Trend, dass Großeltern unsere Vorstellungen besuchen, ohne ihre Enkel mitzubringen. Viele kommen nach der Vorstellung zu uns und sind einfach nur begeistert. Das motiviert uns sehr."
Und wie geht das nun weiter mit dem kleinen Bären? Christian Sperlich kann auf jede Sequenz des Stückes in Sekundenschnelle zugreifen. "Nun, die Waldbewohner klopfen an die Tür zu seiner Höhle und sagen ihm, dass der Mond für alle da sei." Wie die Geschichte ausgeht, müssen sich die kleinen Zuschauer ab zwei Jahren schon selbst ansehen.


Zur Sache:
Termin: 19. Januar, 16 Uhr, Arnstadt, Gast- und Logierhaus "Goldene Henne"
Figurentheater Sperlich ist für Kindergärten, Märkte und private Feiern buchbar.
Konakt: 0178/5451976
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