Neustadt feiert

Manfred Kastner beim Vermessen eines Zunderschwammes.
Neustadt am Rennsteig: ... | Vom 15 bis 17. Juli feiert Neustadt am Rennsteig sein 11. Köhler- und
Schwämmklopferfest. Spätestens bei diesem Fest klärt sich für jeden Besucher die bekannte Redewendung auf: „Es brennt wie Zunder.“ – Das Köhler- und
Schwämmklopferfest ist eine Reminiszenz an die zwei wichtigsten historischen
Erwerbszweige, mit denen frühere Generationen im Ort ihren Lebensunterhalt
verdienten. Die Holzköhlerei ist eines der ältesten Gewerke in Neustadt am Rennsteig. Dessen einst weit verbreitetes Vorkommen ist daran zu erkennen, dass um den Ort hunderte ehemalige Meilerplätze vorzufinden sind. Ab zirka 1700 trug die Zunderschwammherstellung maßgeblich zum Lebensunterhalt
der Menschen bei. Zur „Ernte“ des Zunderschwamms zogen die Neustädter
mit kleinen Wagen in die Buchenwälder. Im Gepäck hatten sie leere Leinensäcke, Proviant und scharfe Messer. Der echte Zunderschwamm ist ein grauer, gedungener, hufförmiger Pilz. Er kann einen Durchmesser bis 40 cm erreichen und wächst ganzjährig an Buchen. Die Tagesausbeute der „Schwammacher“ betrug etwa einen halben Zentner.
Programmauszüge:
Freitag: 18 Uhr Einlass ins Gemeindezentrum, 19 Uhr Eröffnung, 19.30 Uhr Theaterspiel
Samstag: Schaustellerbetrieb, 15 bis 17 Uhr Annahme der Baumschwämme, Fotoausstellung, 20 Uhr Modenschau, 21 Uhr Tanz
Sonntag: 9.30 Gottesdienst, ab 10 Uhr Familienfest, Händler- und
Trödelmarkt, Holzköhlerei, Oldtimertreffen, ab 13 Uhr Kinderprogramm, musikalische Unterhaltung, Besuch des Rennsteigmuseums
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