Stadtilmer Methfesseldenkmal wird 130

Stadtilm: Methfesseldenkmal | Im Jahre 1882 wurde im Stadtilmer Gesangsverein „Liedertafel“ die Idee geboren, dem Sohn ihrer Heimatstadt – Albert Methfessel (* 6. Oktober 1785 in Stadtilm als 13. Kind eines Kantors und Organisten, Taufname: Johann Albrecht Gottlieb; † 23. März 1869 in Heckenbeck bei Gandersheim) – anlässlich seines 100. Geburtstages ein Denkmal zu setzen. Ein Jahr später wurde ein Festkomitee, bestehend aus 12 Mitgliedern (6 aktive Vereinsmitglieder und 6 Personen aus der Bürgerschaft), gegründet. Zum Vorsitzenden wurde der Stadtilmer Arzt Dr. Hellbach gewählt.

Die Finanzierung des Denkmals erfolgte über zahlreiche Spenden und eine, durch die Frauen der Komiteemitglieder initiierte, Methfessel-Lotterie. Die öffentliche Ziehung der Gewinnzahlen fand am 20.Mai 1884 statt. Für die Durchführung der Lotterie wurden 2.000 Lose verkauft. Die Bevölkerung und zahlreiche Sponsoren stellten 492 Gewinne zur Verfügung. Das Los kostete 50 Pfennig.

Die Pläne für das Denkmal wurden durch den Bildhauer und Architekten Erich Schober, aus Halle an der Saale, entworfen. Das Medaillon mit dem Reliefportrait Methfessels entwarf Professor G. Kugel aus Ruhla.

Am 28. Juni 1885 fand mit einem großen Sängerfest die feierliche Enthüllung des Denkmals statt. Der Marktplatz war an diesem Tag bunt geschmückt und mit den Flaggen aller deutschen Staaten geschmückt, aus denen man Gäste erwartete. 42 Gesangsvereine hatten ihre Teilnahme an der Feier bekundet. Ein großer Festumzug leitete um 13:30 Uhr die Feierlichkeiten ein. Mit den Worten „Lasst die Hüllen sinken!“ enthüllte der Vorsitzende des Komitees Dr. Hellbach das Denkmal und übergab es der Stadt.

Auf dem Foto sind die Mitglieder des Methfessel-Komitees während der Bauphase vor dem Denkmal zu sehen.

Mehr Information zur Stadtilmer Geschichte unter www.geschichte.stadtilm.com
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