Tag des offenen Denkmals auch in Schmiedefeld

Wann? 11.09.2011

Wo? ..., Schmiedefeld am Rennsteig DE
Die Orgel in der Erlöserkirche Schmiedefeld. (Foto: Völker)
Schmiedefeld am Rennsteig: ... | Auch die Schmiedefelder Erlöserkirche hält an diesen Tag die Türen der 305 Jahre alten Kirche für alle interessierten Besucher offen.
Nach 13jähriger Bauzeit wurde 1706, am Tage Bartholomäi, die heutige Kirche eingeweiht.
Die Ausführung des Kirchenbaus erfolgte wiederum in einfacher Fachwerkbauweise mit Mansarden und einem Dachreiter (Dachreiter ist in der Architektur ein Dachaufbau, in diesem Falle ein hölzernes Türmchen. Es besitzt kein eigenes Fundament und ist mittels Pfosten auf den Dachstuhl aufgesetzt). Trotz der wenigen innerlichen baulichen Veränderungen, lässt sich die damalige schlichte Schönheit des Kircheninnenraumes mit seinen doppelten Emporen, die auf Holzsäulen toskanischer Nachbildung ruhen , immer noch erkennen. Bis Anfang der dreißiger Jahre besuchten rund 4 bis 500 Gläubige regelmäßig den Gottesdienst. Als besonderer Schmuck galt das schöne Orgelwerk, das über 200 Reichstaler kostete. Nach 64 Jahren musste 1770 das alte Orgelwerk ersetzt werden, da eine Reparatur nicht lohneswert war. Den Bau der neuen Orgel, hatte man den heimischen Orgelbaubrüdern, Michael und Johannes Wagner, übertragen. Johannes Wagner ist auch gleichzeitig der Erfinder des „Bogenflügels“.
Das Orgelprospekt (Gehäuse) für die Schmiedefelder Orgel, wie es heute noch zu sehen ist, stammt aus der Dresdner Kreuzkirche und nicht wie irrtümlicherweise aus der Frauenkirche, für die die Gebrüder Wagner eine neue Orgel geliefert hatten. Das Orgelprospekt zieren die Wappen, links des Herzogtums Sachsen- Naumburg- Zeitz (links rote Schwerter ,rechts längsgestreift Schwarz Gold) und rechts der Grafschaft Henneberg (die Henne). Ein Zeichen der jeweiligen geschichtlichen Zugehörigkeit der Gemeinde. Als Dank stiftete die Gemeinde der Familie Wagner 6 Kirchenstühle, grundbuchlich verbrieft, links vom Altar.
Nach 225 Jahren erhielt die zweithöchste Kirche, nach der Schinkelkirche in Frauenwald in der preußischen Kirchenprovinz, den noch heute von allen Seiten sehenden schlanken Kirchturm. Immer wieder gab es im Laufe der Jahre Renovierungsarbeiten und technische Verbesserungen am Orgelwerk. So wird 1927 ein Orgelmotor installiert, denn bis dahin mussten die Konfirmanden den Blasebalg der Orgel treten. Die Orgelprospektpfeifen
wurden1931 überholt. Durch die Zittauer Firma Schuster erfolgte 1954 ein Umbau
der Orgel auf pneumatische Traktur mit Wechselwind umgebaut. Sie verfügt über 26 Register. Möchten Sie einen Einblicke in das Orgelwerk erleben und
Wissen wie es hinter dem Orgelprospekt aussieht? Dann erleben Sie mit Pfarrer Söllig um 14 Uhr eine hoch interessante Kirchen- und Orgelführung.
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