Zeitreise

Zunächst eine freundliche Warnung: Wer einen erholsamen Urlaub erleben will, schenke seinem Kind, welches gerade gelernt hat, die Uhr zu lesen, zu Beginn der Ferien keine Armbanduhr. Auch wenn sich das wie eine gute Idee anhört. Never ever! Niemals nicht! Geht gar nicht! Sonst wird der Terrorzwerg die nächsten Wochen gefühlt alle fünf Minuten mit der aktuellen Uhrzeit oder Sätzen nerven wie "der Dinopark schließt schon in zwei Stunden, wir verpassen bestimmt was!"
Da Urlaub ja nicht nur der Erholung, sondern auch der Bildung dienen soll, haben wir heute in Kultur gemacht und sind 80 Kilometer weiter nach Carcassonne gefahren. Das pure Mittelalter!
Die Altstadt (la cité) ist eine der besterhaltendsten Stadtensemble des 11. Jahrhunderts in ganz Frankreich. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war sie aufgegeben und dem Verfall überlassen, bevor ein Lokalpatriot sie zu restaurieren begann und zu einem Touristenmagnet machte. Von den Mauren gegründet wurde sie im Rahmen des Kreuzzuges gegen die Katharer belagert.
Eine rein innerfranzösiche, sehr blutige Angelegenheit, in der der französische König Ludwig der Heilige seine Macht festigte, sein Land einigte und der Papst sich lästige Konkurrenz vom Halse schafte.
Carcassonne diente später als Kulisse für mehrere Filme und streitet sich bis heute mit Toulouse darum, wer nun das beliebte Cassoulet erfunden hat - einen Eintopf mit Bohnen, Wurst, Geflügelfleisch und Gänsefett. Sehr lecker, aber nur im Winter zu empfehlen.
Interessant war das Spukhaus, eine Geisterbahn zum Durchlaufen.
Computer gesteuert öffnen sich Türen und leiten von einer Installation zur nächsten. Geister, über dem Besucher einstürzende Bibliotheksregale, abstürzende Aufzüge, tote Bäume die zum Leben erwachen... Uaaaahhhh!
Dana gruselte sich dermaßen, dass sie schrie und uns fest an den Händen hielt, wollte aber danach am liebsten noch einmal rein (Anmerkung der Geisterjägerin: Sei ehrlich, Holgi, als der lebende Geist zur Fahrstuhltür hineinsah, warste auch erschrocken).
Zum Ausgleich besuchten wir anschließend mit Dana den Dinopark bei Méze - eine der größten Fundstellen für Dinoeier und Skelette Europas. Schön in einem kühlen Wald gelegen, informativ und toll auf die Bedürfnisse neugieriger Menschenkinder ausgelegt. Und die Babydinos waren so niedlich!
Abends dann Janabissige Hacksteaks und Gemüse.
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4 Kommentare
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Katrin Treydte aus Erfurt | 28.08.2011 | 22:01  
Lokalredaktion Ilmkreis aus Arnstadt | 29.08.2011 | 15:09  
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Katrin Treydte aus Erfurt | 29.08.2011 | 15:57  
Jana Scheiding aus Arnstadt | 29.08.2011 | 19:50  
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