Der süße Brei im Café "Landart". Bei Kaffee und Kuchen erzählt Barbara Leonhardt Märchen in Kleinbreitenbach

Wunderschöne Ausblicke gibt es auf dem Weg von Reinsfeld nach Kleinbreitenbach.
Plaue: ... |

Mit der Künstlerin und Lebensberaterin Barbara Leonhard aus Reinsfeld kann man viel erleben. Wer Lust hat, begleitet sie auf einer ihrer Wanderungen.

Weihnachtszeit ist Märchenzeit und für Märchen im Advent hat Barbara Leonhardt sehr viel übrig. Die Märchenerzählerin aus dem schönen Wipfratal (Ilm-Kreis) ist jetzt viel unterwegs - unter anderem im Cafè "Landart" in Kleinbreitenbach bei Plaue, wo sich Kreativgestalterin Almut Keil gemeinsam mit ihrem Mann den Traum vom eigenen Café erfüllte.
Ich habe die ehemalige Lehrerin und jetzige Künstlerin auf einem ihrer Mittwochs-Trips begleitet. Die naturverbundene Barbara setzt sich selbstredend nicht ins Auto, um in Kleinrettbach bis vor die Tür des Cafés zu fahren. Sie schnappt sich ihren großen Stock und dann geht es los - von ihrem Haus in Reinsfeld aus etwa zwei Kilometer durch den Wald bis nach Kleinbreitenbach, wo ein bullernder Ofen, hausgemachter Kuchen, ein heißer Kaffee oder Tee und Gäste warten, die sich auf ein Märchen freuen.
Das Schöne am Hinweg: Es geht fast nur bergab. Da sollte man noch keinen Gedanken daran verschwenden, dass es auf dem Rückweg die gleiche Strecke wieder bergauf geht. Sonst bekommt man nämlich von der Natur nichts mit. Und die ist, wenn nicht vom Wald verstellt, beinahe grandios. Und Barbara hat schöne, menschelnde Geschichten zu erzählen. Zum Beispiel die von dem Jungen, mit dem sie gerade den "Schimmelreiter" interpretiert.
Im Café gibt es nach der Stärkung das versprochene Märchen: Woher hat der Schnee seine weiße Farbe? Das kam nämlich so:
Einst war der Schnee farblos und rieselte nichtssagend vom Himmel auf die Erde hinab. Dort sah er all die prächtigen Blumen in ihren fröhlichen Farben. Das wollte er auch haben. Er ging also zur hochmütigen Tulpe und fragte, ob er etwas von ihrer roten Farbe abhaben dürfe. Doch die dachte gar nicht daran, ihre Pracht mit hergefallenem Schnee zu teilen.
Also begab er sich zur eitlen Narzisse und fragte, ob er etwas von ihrer gelben Farbe abhaben dürfe. Doch auch die betrachtete den Schnee von oben herab und ließ ihn ablaufen.
Auch das blaue Veilchen und das grüne Gras erwiesen sich als geizig. Der Schnee wollte schon aufgeben, da erblickte er das weiße Schneeglöckchen, das mit dem Kopf schüttelte und dabei wie ein Glöckchen klingelte. Und dieses Schneeglöckchen teilte seine weiße Farbe gern mit dem Schnee.
Seit dieser Zeit deckte der Schnee schützend seine Decke über das Schneeglöckchen, um es zu wärmen. Die anderen Blumen aber fürchten sich vor dem Winter.

Zweimal wird Barbara Leonhardt noch Geschichten im Café "Landart" erzählen. Nächste Woche ist das Märchen vom süßen Brei an der Reihe und die Woche darauf "Dornröschen". Wer die Märchenerzählerin auf ihrem Weg durch den Wald begleiten möchte, nehme unter 036207/55579 Kontakt auf. Sie freut sich stets über freundliche Begleitung.
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2 Kommentare
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Karin Jordanland aus Artern | 11.12.2015 | 18:02  
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Renate Jung aus Erfurt | 11.12.2015 | 19:20  
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