Die Flöhe beißen nicht mehr: Kindergarten "St. Martin" eröffnet Kindersachen-Flohmarktsaison in Ilmenau

Freuen sich auf das Kindergartenfest inklusive Flohmarkt: Kindergartenleiter Richard Wolff und Susann Mämpel mit Emma.
Ilmenau: ... |

Flohmärkte sind eine schöne Sache. Gemütlich bummeln, in alten Sachen stöbern und vielleicht ein Stück ergattern, das einem in der eigenen Sammlung fehlt. Der Flohmarkt ist ein Markt für den Handel mit gebrauchten Waren jeder Art: Möbel, Spielzeug, Geschirr, Schmuck, Kleider - nur Flöhe gibt es dort nicht.

Jedenfalls nicht mehr. Um den Ursprung des Begriffes Flohmarkt zu ergründen, muss man ins Paris des 18. Jahrhunderts zurückblicken. Es gab sehr viele arme Menschen, die sich Neues nicht leisten konnten und deswegen Gebraucht-Märkte organisierten. In Ermangelung der Waschmaschine war die Kleidung oft mit Flöhen behaftet. Kaufte jemand das Kleidungsstück, kaufte er auch den Floh und musste sich fortan damit herumplagen, denn es gab zu dieser Zeit keine chemische Handhabe gegen Ungeziefer. Doch die Flöhe nisteten auch auf den Menschen selbst. Im Gegensatz zu Läusen können sie einen Meter weit springen. Selbst wenn man nichts kaufte, nahm man garantiert einen Floh mit nach Hause. Die Pariser nannten diese Einrichtung bald "marché aux puces", was die Deutschen mit "Flohmarkt" übersetzten.

Eine eigene Flohmarkttradition entstand in den letzten 15 Jahren in sozialen Einrichtungen. Insbesondere Kindergärten veranstalten jeweils im Frühjahr und im Herbst von Eltern heiß ersehnte Kindersachen-Flohmärkte. In Ilmenau eröffnet dieses Jahr der Christliche Kindergarten "St. Martin" in der Naumannstraße 17 die Saison. Am 13. September, von 9.30 bis 12 Uhr dürfen gebrauchte, aber gut erhaltene Kleidung, Spielsachen, Bücher und Babyequipment den Besitzer wechseln. Kindergartenleiter Richard Wolff: "Wer einen Stand betreiben möchte, kann sich noch bis 30. August bei uns melden." Kontakt: 03677/465620.

AA-Autorin Jana Scheiding fand fünf gute Gründe für einen Besuch des Flohmarktes in der Naumannstraße.

1.

Wenig Geld für fast neue Kleidung. Denn Babys und Kleinkinder können die Sachen oft weniger als eine Saison lang tragen.

2.

Wer nicht viel Geld ausgeben kann, muss auf eine schöne Ausstattung mit Kinderwagen, Babyschale, Kinderautositz et cetera nicht verzichten. Meist haben diese Dinge nach einem Jahr wenig Gebrauchsspuren.

3.

Kinder unter sich: Es gibt einen Kinder-Stand, an dem nur Kinder ihre Sachen anbieten und verkaufen.

4.

Der Flohmarkt findet auf dem Freigelände statt. Es gibt Kaffee und selbstgebackenen Kuchen und die Möglichkeit, sich auszutauschen.

5.

Das erwirtschaftete Geld kommt dem Förderverein des Kindergartens zugute.
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4 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 29.08.2014 | 19:56  
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Renate Jung aus Erfurt | 29.08.2014 | 23:15  
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Antje Hellmann aus Jena | 30.08.2014 | 08:52  
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 01.09.2014 | 14:21  
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