Die Lust kommt mit der App

Vibratoren produziert die Firma Amor aus Arnstadt in vielen Farben und Varianten, wie Geschäftsführer Michael Dills hier demonstriert. Demnächst kann man Sexspielzeug nach Lust und Laune als App programmieren.
 
Erotikprogramme aus Arnstädter Entwicklung und Produktion gibt es ab April 2013 im App-Store.
Arnstadt: ... | „Eine App für den Vibrator – Wahnsinn!“ Der Kollege ist belustigt, als er die Pressemitteilung liest und gibt seinen Gedanken sofort mittels Bleistift und Papier
Gestalt. Thema Dienstberatung: Er spielt mit dem Smartphone unter dem Tisch, der
neben ihm sitzenden Kollegin stehen vor Erregung die Haare zu Berge. Hat man beides zur Hand, könnte es genau so passieren, denn die digitale Revolution ist jetzt auch in der Erotik angekommen. Anfang April 2013 will das neue Sexspielzeug den Markt revolutionieren. Mit Bluetooth- Schnittstelle und via App steuerbar – entwickelt
und produziert von der Firma Amor mit Sitz in Arnstadt.
Vier Millionen Vibratoren werden jährlich in Deutschland vertrieben – jetzt kommt
die neue Generation. Damit korrigiert die Wirtschaft Verkaufszahlen möglicherweise
nach oben. „Erotik wird immer exklusiver und mindestens so aufwändig inszeniert wie ein Gourmet-Dinner“, so die Erfahrungen von Amor-Geschäftsführer Michael Dills.
Das Licht der Welt erblicken zunächst drei Ausführungen mit den klangvollen
Namen Elektra, Hydro und
Zeus, deren Farben vorerst als Geheimnis gehütet werden. Betrieben mit Lithiumionen-
Akkus bieten sie jeweils drei Basisprogramme, die aus dem Web ergänzt werden
können. Zeus ist der erste Vibrator mit integrierter Kamera. „Die Modelle speichern verschiedene Vibrationsprofile, die mittels Taster und Drehrad eingestellt werden können“, erklärt Dills die Handhabung seiner neuesten Produkte. „Man kann die App kaufen oder selbst erstellen“. Der Vibrator kennt dann bei jeder Anwendung seine Aufgaben, was man bei weitem nicht von jedem Partner behaupten kann. Auch was das Durchhaltevermögen betrifft, dürfte die Technik den Menschen um Längen schlagen. Es empfiehlt sich also, immer einen Satz Lithiumionen-Akkus im Hause zu haben.
Elektroingenieur Michael Dills erklärt, was technisch in Sachen Erotik noch geht.
„Wer den Datensatz auf Smartphone oder PC überträgt, kann Favoriten und
Toplisten erstellen – und über Facebook darüber diskutieren.“ So könnte der
programmierbare Vibrator räumlich getrennte Paare mit einer synchronen Topliste
zumindest ein wenig über die Entfernung hinwegtrösten.
Vier Monate brauchten Dills und seine Ingenieure für die Entwicklung der smarten
Vibratoren, deren Prototypen auf Messen bereits vorgestellt wurden. Sowohl Hard- als
auch Software sind übrigens „made in germany“.
Es mag erstaunen, aber die Entwicklung des Vibrators soll einen medizinischen Hintergrund gehabt haben – und das ausgerechnet im prüden viktorianischen
England. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sollte das heutige Sexspielzeug weibliche Hysterie lindern. Diese galt damals als Erkrankung der Gebärmutter. Als Therapie
kam zu dieser Zeit entweder die Verheiratung der Patientinnen oder ein beruhigender Orgasmus infrage.

Hintergrund:
• 1968 Gründung der Firma Amor Gummiwaren GmbH, die zunächst Kondome in alle Welt exportierte; 1978 Übernahme von Interlatex; 2004 Übernahme durch Kondomi-
Vorstand Michael Dills; 2011 Standortverlegung nach Arnstadt; 2012 Kauf der ungarischen Beate-Uhse-Tochter.
• Das Unternehmen bedient Märkte vorrangig in Europa, Pakisten, Südamerika,
Karibik, Mittelamerika, Südafrika und Mongolei
• Produziert werden Kondome, Praxisbedarf, medizinische Schutzhüllen, Kontaktgel, Fingerlinge, Latexhandschuhe, aber auch Gleitmittel, Vibratoren und Sexspielzeug
• Beliefert werden Drogeriemärkte, Erotikshops und Apotheken
• Mehr Infos: www.amor.ag
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10 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 22.11.2012 | 23:23  
3.863
Karin Jordanland aus Artern | 23.11.2012 | 12:28  
1.536
Constanze Fuchs aus Gotha | 23.11.2012 | 22:31  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 24.11.2012 | 19:40  
303
Katrin Treydte aus Erfurt | 24.11.2012 | 22:54  
229
Holger Greilach aus Erfurt | 25.11.2012 | 13:34  
295
Wolfram Treydte aus Erfurt | 25.11.2012 | 15:24  
229
Holger Greilach aus Erfurt | 25.11.2012 | 15:33  
7.497
Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 26.11.2012 | 17:06  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 26.11.2012 | 22:48  
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