Ente gut, alles gut: Am Samstag kocht Küchenmeister Frank Ewald in Gorndorf zum letzten Mal in diesem Jahr

Das Jugend- und Stadtteilzentrum in Gorndorf hat sogar eine eigene Sternwarte.
 
Andrea Tauchnitz ist Leiterin eines "Hauses der offenen Tür"
Gegen Langeweile gibt es - zumindest in Saalfeld-Gorndorf - ein Rezept: Das Jugend- und Stadtteilzentrum. Dort kann man tanzen, Schlagzeug spielen, turnen, in der Kuppel der hauseigenen Sternwarte die Gestirne beobachten oder - wie jetzt in der Saison - Fasching feiern. „Wir sind ein Haus der offenen Tür“, erklärt die Leiterin Andrea Tauchnitz. Das heißt, jeder ist willkommen - vom Baby bis zum Greis.
Mittelkürzungen beschnitten die Mitarbeiterzahl, was sich auf die Öffnungszeiten auswirkte. Jetzt schmeißt Andrea Tauchnitz mit drei Leuten und einer Reihe von Ehrenamtlichen den Laden. Der trotz Kürzungen viel zu bieten hat. Vor allem für Kinder und Jugendliche. Im Obergeschoss des außergewöhnlichen Rundbaus steht ein Schlagzeug, das jemand aus Freundschaft stehen ließ. Leider fristet es im Moment sein Dasein als Staubfänger. „Wir haben talentierte Kinder und ein gutes Instrument, nur jemanden, der die Kinder anleitet, haben wir nicht“, bedauert Tauchnitz und hofft, dass sich jemand meldet.
Weit weniger Sorgen hat die diplomierte Sozialpädagogin mit der professionellen Anleitung zum Kochen. Da hapert es nun wieder an den Teilnehmern. Jeden Montag, 15 bis 17 Uhr, kocht Diätassistentin Franziska Großer mit Kindern und Jugendlichen. Kochen ist in, dennoch ist der Workshop nicht ausgelastet. „Für die Teilnehmer ist er kostenlos, weil er von der Aktion Mensch gefördert wird“, wirbt Tauchnitz. Großer legt großen Wert auf Rituale beim Kochen. Zum Beispiel, dass alle Teilnehmer sich vorher die Hände waschen. Auch Tischmanieren und Esskultur sind Themen. Ganz anders sieht es aus, wenn Küchenmeister Frank Ewald aus Saalfeld seine Utensilien auf dem Küchentisch des Stadtteilzentrums ausbreitet. „Seit 2010 kooperieren wir, am Samstag findet 'Kochen mit dem Küchenmeister' zum elften Mal statt“, kündigt Andrea Tauchnitz an. Viermal im Jahr vermittelt der Profikoch und Mitglied im Verein der Köche im Saaletal Neugierigen, was man schonend in Pfanne und Kochtopf zubereiten kann. „Mittlerweile hat sich ein harter Kern herausgebildet. Manche kommen schon von Anfang an. Sogar aus Rudolstadt und Unterwellenborn“, erzählt Tauchnitz nicht ohne Stolz. Andere wollen nur mal „schnuppern“, wie vielleicht am Samstag. Rosa gebratene Entenbrust auf Linsensalat mit karamelisierten Feigen als Dessert werden zubereitet. Als Anregung mixen die Hobbyköche einen Zaubertrank namens „Miracolix“. Für diese Veranstaltung bittet Andrea Tauchnitz um Anmeldungen. Dafür ist Eile geboten, es gibt nur zwölf Plätze in der Küche. „Viele Menschen haben ein Problem, sich auf Verbindlichkeit einzulassen“, hat Tauchnitz festgestellt. „Aber diesmal muss es sein, schon wegen des Einkaufs.“

Infos & Kontakt:
Der schicke Rundbau wurde 1997 mit Beteiligung der Bürger des Stadtteils Gorndorf geplant und gebaut. Das 2460 Quadratmeter große Areal gehört der Stadt Saalfeld, Träger des Stadtteilzentrums ist die Diakoniestiftung Weimar-Bad Lobenstein gGmbH Angebote: Ferienfreizeiten, Fasching, Kochen, Keramikworkshop, Sternenguckerabend, Eltern-Kind-Sport, Elternfrühstück, Angebote für Senioren, Mal- und Zeichenzirkel, Citydance, Bauchtanz Termine:

Termin:
23. November, 14 bis 18 Uhr Kochen mit Frank Ewald 30. November, 15 Uhr, Adventsnachmittag mit Basteln für Generationen (ohne Anmeldung) Kontakt: Andrea Tauchnitz, 03671/67710, www.diakonie-wl.de
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Hannelore Grünler aus Artern | 19.11.2013 | 17:49  
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