Expertin für Mord und Totschlag

Katharina Schendel mit ihrem Debütkrimi "Tod an der Gera".
Arnstadt: ... | Eine Serie von mysteriösen Mordfällen erschüttert das idyllische Städtchen
Arnstadt. Die Polizei steht vor einem Rätsel: Ist in der Stadt die blanke Mordlust
ausgebrochen oder hat ein Wahnsinniger die Opfer zufällig ausgesucht?
Katharina Schendel lebt in Arnstadt und kennt dort jeden Stein. Ihr erstes
Buch „Tod an der Gera“ spielt an Originalschauplätzen, die jeder echte
Arnstädter kennt. Ich traf die Autorin in einem Café auf dem Marktplatz.

Frau Schendel, wie kamen Sie dazu, einen Thüringen-Krimi zu schreiben?

Die Idee hatte ich bei einem Besuch der Buchmesse. Unter den vielen regionalen Kriminalromanen sei Thüringen wenig präsent, sagten mir Verleger.
Und so beschloss ich, Autorin zu werden.

Mit Ihrem Debütkrimi wären Sie fast berühmt geworden...

Ja, leider belegte ich nur Platz 2 des Thüringer Krimipreises. Ich bin darüber
nicht traurig – im Gegenteil: Das motiviert mich zu neuen Taten.

Wird Ihr witziges Ermittlerduo – Stadtchronist Hubertus Schmunk und der japanische Starkriminalist Takeo Takeyoshi – bei der Mördersuche Arnstadt
wieder auf den Kopf stellen?

Wahrscheinlich nicht. Das Duo bleibt, aber die Location wird sich möglicherweise
ändern.

Wie inspirierten Sie sich?

Bevor ich mit dem Buch begann, lief ich durch die Straßen von Arnstadt, um den
Ist-Zustand aufzunehmen. Mit dem Buch ging ich dann chronologisch vor. Zuerst
schuf ich die beiden Hauptfiguren. Nach und nach formten sich die anderen Charaktere in meiner Phantasie und erwachten plötzlich zum Leben. Die Handlung ergab sich quasi von selbst.

Wie oft mussten Sie das Script überarbeiten, bevor der Verlag es akzeptierte?

Gar nicht oft. Die Lektoren gaben mir gute Hinweise. Ich hatte das Buch
zunächst vollkommen in der Ich-Perspektive geschrieben. Das änderten wir
und ich muss zugeben: verschiedene Perspektiven machen es spannender.

Werden Sie mit „Tod an der Gera“ auf Lesetour gehen?

Lesungen habe ich für den Sommer geplant. Vorher muss ich aber mein Baby zur Welt bringen.

Alles Gute für Sie. Dieser Umstand erklärt, dass Sie als Mitstreiterin der Literaturfreunde Arnstadts nicht an der großen Marktlese am 25. Mai teilnehmen...

Ja, das ist der Grund für meine Absage. Sonst wäre ich natürlich dabei gewesen.


Zur Person:
• Katharina Schendel, Jahrgang 1979, wuchs in Arnstadt auf, machte ihr
Abitur am Neideckgymnasium und studierte anschließend in Erfurt Geschichte, Kommunikationswissenschaften und Japanologie.

• Als Austauschstudentin war sie ein Jahr in Japan.

• Wieder in Deutschland arbeitete sie als Praktikantin im Zoopark Erfurt, wo
sie übernommen wurde und heute noch Öffentlichkeitsarbeit macht. Zurzeit im Mutterschutz.

• Ihren Debütkrimi „Tod an der Gera“ gibt es im Buchhandel und bei Amazon. Kontakt: katharina.schendel@gmx.de


MARKTLESE IN ARNSTADT
Die Literaturfreunde Arnstadt (IG) veranstalten am 25. Mai die große MARKTLese.
14 bis 17 Uhr Kinderprogramm, 15 Uhr Arnstädter Singmäuse, 18 bis 22 Uhr Literaturprogramm für Erwachsene. Gegen 22 Uhr liest Romanschriftsteller
Otto Kurt Dieter Hesse sein Publikum in die Nacht – begleitet von einer Bauchtänzerin. Infos: www.literaturfreunde-arnstadt.de
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3 Kommentare
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Holger Greilach aus Erfurt | 15.05.2013 | 13:34  
Jana Scheiding aus Arnstadt | 15.05.2013 | 14:11  
12.763
Renate Jung aus Erfurt | 15.05.2013 | 18:23  
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