Herzens-Angelegenheit

Dr. Harald Boden, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 1 Angiologie (Gefäße)/Kardiologie (Herz) in Ilmenau, führt bei einer Patientin eine Herzkatheteruntersuchung durch.
"Das Herz besitzt bei den Menschen offenbar einen mystischen Stellenwert“,
konstatiert Dr. Harald Boden. „Den wichtigen peripheren Gefäßen jedoch schenken nur wenige die verdiente Beachtung.“ Dabei wird es, wenn zum Beispiel Becken-, Darm-, Nieren- oder andere Gefäße verengen, nicht minder
gefährlich. „95 Prozent aller peripheren Durchblutungsstörungen beginnen in den Beinen“, weiß Harald Boden. Meistens äußern sie sich durch Gefühlsstörungen in den Füßen, Kältegefühl und Schmerzen beim Laufen (Schaufensterkrankheit). 2003 nahm der Angiologe seinen Dienst bei den
Ilmkreis-Kliniken auf – am Standort Ilmenau als Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 1. Seit Ende 2009 das im Ilm-Kreis bislang einzige Herzkatheterlabor
im Arnstädter Teil des Krankenhauses eröffnet wurde, teilt er sich die Herzkatheteruntersuchungen mit dem hiesigen Chefarzt der Inneren 1, Dr. Oliver Gastmann. Etwa 1100 solcher Checks führt das Team im Jahr durch. Das sind minimalinvasive Untersuchungen des Herzens über einen Katheter,
den der Arzt über venöse oder arterielle Adern der Leiste, Ellenbeuge oder über
das Handgelenk einführt. Dabei werden in den meisten Fällen die Einstichstelle lokal betäubt und ein Beruhigungsmittel verabreicht.
Mit 1100 Untersuchungen und über 400 Behandlungen ist das teure Labor gut ausgelastet, obwohl nach Oliver Gastmanns Aussage 1400 Untersuchungen
möglich sind.
Zum Tag der offenen Tür, den die Ilmkreis-Kliniken am 10. November in dem Labor veranstalten, darf die Öffentlichkeit die Schwelle der heiligen Halle überschreiten. Themen sind unter anderem Herzinfarkt, Koronare Herzkrankheiten, Engstellen, Klappenerkrankungen und die Öffnung chronischer Kranzgefäßverschlüsse.
Jedem Menschen über 40 empfiehlt Chefarzt Gastmann die regelmäßige Messung der Blutwerte, des Blutdruckes und ein EKG. Wenn Druck in der Brust, Kaltschweißigkeit und Angstgefühl länger als zehn Minuten anhalten, sollte ein Notarzt gerufen werden. „Der Herzmuskel kann gerettet werden, wenn
schnell gehandelt wird“, sagt Gastmann. Mit dem Tag der offenen Tür soll die Angst vor Untersuchungen dieser Art genommen werden. Deshalb legen Ärzte und Schwestern Infomaterial aus und stehen auch persönlich zur Verfügung.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Infos & Kontakte:
• 10. November, 10 bis 14 Uhr, Tag der offenen Tür im Herzkatheterlabor der Ilmkreis-Kliniken in Arnstadt, Bärwinkelstraße (www.ilm-kreis-kliniken.de)
• Service: jeden zweiten Mittwoch im Monat, 14 bis 16 Uhr, Hotline von ChA Dr.
Gastmann zu Herzbeschwerden und -erkrankungen: 03628/919400
• Jeden Donnerstag, 14 bis 17 Uhr, Sprechstunde von ChA Dr. Boden in Ilmenau,
Oehrenstöcker Straße, zu Bein-, Organ- und peripheren Gefäßen: 03677/606267
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5 Kommentare
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 07.11.2012 | 23:13  
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Constanze Fuchs aus Gotha | 08.11.2012 | 00:47  
Jana Scheiding aus Arnstadt | 08.11.2012 | 10:23  
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Constanze Fuchs aus Gotha | 08.11.2012 | 12:33  
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Martina roessler aus Arnstadt | 14.03.2016 | 22:52  
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