Jobprofil: Wie ist das Leben als Unternehmensberaterin, Frau Schaldach?

Unternehmensberaterin Yvette Schaldach in ihrem Büro.
Blankenhain: ... |

Ihren Beruf vergleicht Yvette Schaldach gern mit der Seefahrt: "Der Unternehmer ist der Kapitän und ich sein Lotse."

Schaldach ist Unternehmensberaterin. In diesem Beruf kann man sich weder ausbilden lassen, noch kann man ihn studieren. Theoretisch darf ihn jeder ausüben, aber nicht jeder ist dafür geeignet.
"Man sollte schon einen kaufmännischen Hintergrund haben", empfiehlt die Unternehmerin aus Blankenhain. Denn nur wer Wissen und Erfahrung habe, könne auch beraten. "Zu meinen Aufgaben gehören, strategische Unternehmensentscheidungen zu durchleuchten, ferner Notfallvorsorge bei Einzelunternehmern, Krisenmanagement, Nachfolge, Personal und Kommunikation, Prozessabläufe, Marketing und Marktanalysen, Imageaufbau, Finanzierungen."

Am Anfang steht die Analyse


Am Anfang steht die Analyse: Strukturen, Personal, Investitionen. Später begleitet sie den Unternehmer zu Bankterminen oder beantragt Fördermittel. Yvette Schaldach ist auf Unternehmensnachfolge spezialisiert und bei einigen Instituten als zertifizierte Beraterin gelistet.
Die Prozesse sind meist langwierig, denn "keine Existenzgründung oder Unternehmensnachfolge gleich der anderen. Das kann man nicht in wenigen Wochen abhandeln." Schaldach bedauert, dass sie oft zu spät gerufen wird und Lebenswerke bereits verloren sind. Unternehmensberater sind dank schwarzer Schafe in der Branche nicht überall gern gesehen. "Man sollte genau prüfen, mit wem man zusammenarbeitet, sich Zeugnisse und Referenzen zeigen lassen", rät Yvette Schaldach. Sie selbst kann Erfahrungen als Bilanzbuchhalterin, Personalleiterin, kaufmännische Abteilungsleiterin und Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens in die Waagschale werfen.

Klingt trocken, ist aber ungemein spannend


Obwohl dies alles sehr trocken klingt, ist Schaldach mit Spaß und Leidenschaft bei der Sache. "Ich lerne Menschen unterschiedlicher Couleur kennen, muss ständig neue Lösungen finden. Und dafür, dass es nicht langweilig wird, sorgt schon der Gesetzgeber mit fast täglichen Änderungen im Bilanz- und Steuerrecht."
Wichtig sei in ihrem Beruf auch die eigene Lebenserfahrung, sagt Schaldach. "Oft weiß ich eher als der Unternehmer, wo der Schuh drückt. Als freie Beraterin habe ich einen unverstellten Blick von außen und bin unvoreingenommen."


Wie und wo:
Weder Ausbildungsberuf noch Studienrichtung. Von Vorteil: kaufmännischer Beruf mit IHK-Abschluss, Abschlüsse als Bilanzbuchhalter, Steuerberater, IT- oder Webdesigner (insbesondere für Marketing). Oder abgeschlossenes Studium in Psychologie, Wirtschafts-, Rechts- oder Ingenieurwissenschaften.
http://www.ulmato.de/unternehmensberater.asp

Was?
Unternehmer unter anderem bei strategischen Entscheidungen, Notfallvorsorge oder Nachfolge beraten, Lösungen und Konzepte erarbeiten, Fördergelder beantragen.

Wie lange?
Mindestens drei Jahre Berufsausbildung oder drei bis fünf Jahre Studium, zuzüglich entsprechender Fortbildungen.

Voraussetzungen:
Überzeugungs-, Kommunikations- und Konzentrationsfähigkeit, Kreativität, Kompetenz, fachliches Wissen, analytisches Denken, Einfühlungsvermögen.

Vita Yvette Schaldach:
1993 berufliches Abitur, 1997 Bürokauffrau, 2006 Bilanzbuchhalterin, 2011 Abschluss Controlling,
seit 2013 selbstständig.
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