Käse und Wein zur Genusswanderung „Vom Bier zur Bratwurst“

Von links nach rechts: Weinspezialisten Wolfgang Pfrang von der WeinArche in Erfurt und die "Weinfreunde an der Wachsenburg" Carola Busse und Hans Ullrich (Foto: Carola Busse)
 
Gut besucht - die Genusswanderung von Arnstadt nach Holzhausen (Foto: Carola Busse)

„Weinfreunde an der Wachsenburg“ blicken auf das 1. Jahr Weinanbau zurück



Was machen eigentlich die Weinreben, die vor ziemlich genau einem Jahr auf dem Rückberg nahe Haarhausen angepflanzt wurden? „Sie wachsen und gedeihen sehr gut.“, erklärt Carola Busse, Gründungsmitglied der „Weinfreunde an der Wachsenburg“.

Pünktlich zum 1. Geburtstag macht die Interessensgemeinschaft wieder auf sich und den Wein aufmerksam und nutzt die Genusswanderung „Vom Bier zur Bratwurst“ von Arnstadt nach Holzhausen. „Wir wollen an Brauchtum und Tradition erinnern.“, berichtet die engagierte Bürgerin des Amtes Wachsenburg. Bis ins späte 18. Jahrhundert sollen hier Rebstöcke gestanden haben. Gothaer Bürger bauten hier ebenso Wein an wie das Arnstädter Kloster. Und auch zwischen Arnstadt und Holzhausen auf dem „Weinberg“ soll früher Weinanbau betrieben worden sein. Wie der Name schon sagt, soll auch dieser Berg in seiner ursprünglichen Nutzung wieder aktiviert werden – so der Wunsch.
Mit einem Informationsstand auf dem Riesenlöffel schenkten die Weinfreunde einen guten Tropfen aus und servierten Käse an interessierte Wanderer. Eine gute Kombination und Abwechslung zwischen dem Bier vom Arnstädter Brauhaus und der Thüringer Rostbratwurst in Holzhausen.

Doch wie war es eigentlich dazu gekommen, Wein am sonnigen Südhang mit Blick auf die Veste Wachsenburg anzubauen? „Wir haben schon ewig über den Weinanbau geredet und philosophiert“, schmunzelt die CDU-Ortsgruppen Stellvertretende. In einer der ersten Gemeinderatsitzungen des neu fusionierten Amtes Wachsenburg in Ichtershausen reifte die Idee und die Umsetzung wurde immer greifbarer. Unter dem organisatorischen Dach des Vereins der Bratwurstfreunde bildete sich die Interessensvertretung und los ging es. Das Testgelände wurde von der Agroland Thörey freigegeben und verpachtet. Somit konnten auf dem Berg verschiedene Weisswein Rebsorten angepflanzt werden. Darunter waren Müller Thurgau, Silvaner, Burgunder, Riesling und ein Russischer Import. Alle Pflanzen haben den Winter überlebt und sind gut angewachsen, freut sich Carola Busse zusammen mit Hans Ullrich, ehemaliger Bürgermeister der Wachsenburggemeinde. „Wir haben Unkraut gejätet, gegossen und gehofft, dass der Wein gut anwächst“.

Getreu dem Motto „Bier auf Wein, dass lass sein! Wein auf Bier, das rat ich dir!“, soll das Erbe des Weinanbaues wiederbelebt werden. Vielleicht wird der Wein von der Wachsenburg eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben, wie das Bratwurstmuseum in Holzhausen und über die Grenzen von Europa bekannt werden. Mit etwas Geduld und guter Pflege können sich die Weinfreunde bald die „Winzer an der Wachsenburg“ nennen.

Nun wird nach einem Namen gesucht, den der Wein in zwei Jahren bekommen soll. Dann wird es Zeit, die Trauben zu ernten und den guten Tropfen abzufüllen.
Alle Bürger des Amtes Wachsenburg und Weinliebhaber aus der Region können Vorschläge erbringen, am besten per E-Mail an c.busse@wachsenburghaus.de. Zusammen mit dem Weinspezialisten Wolfgang Pfrang von der WeinArche in Erfurt wird der beste Titel auserwählt und prämiert. Die Gewinner können sich über ein Wochenende im Erfurter Boutique-Hotel „Schottennester – Schlafen an der Krämerbrücke“ freuen. Die Bekanntgabe des Siegers findet zur Taufe und Grundsteinlegung einer kleinen urischen Holzhütte statt. Diese soll am Weinberg in naher Zukunft errichtet werden.
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