Schmiedefelder Schnee-Skulpturen-Bauen: Wolfgang Opfermann liebt das Modellieren mit Schnee

Wann? 21.02.2015 10:00 Uhr

Wo? Sportplatz, 98711 Schmiedefeld am Rennsteig DE
Endlich Schnee! Nach drei Stunden Bauzeit entstand in der Vorwoche dieser Sandmann unter den geschickten Händen von Wolfgang Opfermann. Seinen Standplatz hat er im Garten hinter dem Haus.
 
Wolfgang Opfermann legt letzte Handgriffe an seinen Sandmann an.
Schmiedefeld am Rennsteig: Sportplatz | „Schneeskulpturen sind vergängliche Kunstwerke: Die Form ändert sich mit steigenden Temperaturen und am Ende bleibt nur noch die Erinnerung oder ein Foto“, sagt Wolfgang Opfermann, der in jedem Winter einem ganz besonderes Hobby nachgeht. Seit vielen Jahrzehnten ist der Schmiedefelder ein begeisterter Schneeskulpturenbauer. Seine Objekte sind im heimischen Garten, im Ort oder beim alljährlich stattfindenden Schneeskulpturenbauen in Schmiedefeld zu bewundern. „Um Schneeskulpturen zu bauen braucht es guten Schnee, der nicht zu sehr vereist ist aber auch keine Pulverform aufweist. Am liebsten habe ich es, wenn er schön pappt“, erklärt Wolfgang Opfemann. Seine benötigten Arbeitsgeräte sind eher bescheiden: eine Schaufel und ein Kamm. Ersteres braucht er für die groben Arbeiten am Objekt. Mit seinen geschickten Fingern modelliert er dann die Figur. Und der Kamm dient lediglich für die Feinarbeiten und für Muster.

Als Grundlage einer Figur dient meist ein großer Schneehaufen. „Ich fange immer mit den Füßen an und arbeite mich dann nach oben hoch. Mit der Zeit habe ich ein gutes Gefühl entwickelt, wo der Schwerpunkt liegen muss, damit die Figur hält.“ Und er hat auch gleich eine Geschichte parat, als es einmal nicht geklappt hat, ausgerechnet beim Schneeskulpturenwettbewerb. „Eigentlich wollte ich einen Skiläufer modellieren, der leider in sich zusammen fiel. Aus ihm ist dann in der Kürze der Zeit ein standfester Troll geworden, mit dem ich sogar auch noch einen Preis gewinnen konnte.“ Als Vorlage für die Skulpturen dienen oft Bilder oder Figuren, manchmal sind diese nur wenige Zentimeter groß. So sind im Laufe der Jahre mehrere Trolle, Glasmacher, Rennsteigwanderer, Sandmännchen, Schneekönigin, Eisangler, Hund, Teddybären, die Kloßmarie oder der Holzmichel entstanden. Um gut arbeiten zu können, sind die Figuren meist nur mannshoch oder kleiner. Die Augen oder Knöpfe fertigt sich Wolfgang Opfermann im Vorfeld aus Holz an und bemalt sie entsprechend. Damit sie gut halten kommt hinten noch ein Nagel daran. „Sie geben den Skulpturen den letzten Pfiff.“ Mit seinem Ideenreichtum wusste er stets die Jury beim Schneeskulpturenbauen in Schmiedefeld zu überzeugen und konnte seit 1996 viele Preise gewinnen. „Der coolste Preis war ein 500 DM-Gutschein für Eis.“

Künstlerisches Arbeiten liegt dem Schmiedefelder im Blut, er ist ausgebildeter Porzellanmaler sowie Lehrer und hat Kunsterziehung unterrichtet. „An meine erste große Schneeskulptur kann ich mich noch gut erinnern. Gemeinsam mit meinen Schülern habe ich 1978 für die 30. DDR-Meisterschaft in der Nordischen Disziplin zwei Seehunde vor unsere Schule gestellt.“ Auch viele Jahrzehnte später mangelt es dem rüstigen Schmiedefelder noch nicht an Ideen. Till Eulenspiegel ist in seiner Gedankenwelt schon lebendig. „Ich denke sitzend, mit Spiegel. Da ist die Statik nicht so kompliziert.“ Beim diesjährigen Wettbewerb in Schmiedefeld möchte er auf alle Fälle wieder mit dabei sein. Um hier bestehen zu können, braucht es mehrere fleißige Hände – die Zeit ist knapp bemessen. „Meine Frau Elke Opfermann wird mir wie immer helfend zur Seite stehen.“

Dass Schneeskulpturen vergängliche Kunstwerke sind, stört Wolfgang Opfermann nicht. Für ihn zählt vor allem der Moment, an dem er vor dem fertigen Objekt stehen und sich über seine Arbeit freuen kann.

Termin: Schmiedefelder Winterzauber mit 16. Schmiedefelder Schneeskulpturenbauen, Samstag, 21. Februar, Bauzeit 10 bis 16 Uhr, Sportplatz Schmiedefeld, gewertet wird in drei Kategorien: Familie, Kinder, weit angereistete Teilnehmer
Anmeldung/Startnummernausgabe am Veranstaltungstag am Stand der Touristinformation Schmiedefeld, Werkzeuge und ergänzende Materialien sind mitzubringen, 16 Uhr Siegerehrung
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6 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 17.02.2015 | 20:33  
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Renate Jung aus Erfurt | 17.02.2015 | 22:46  
Ines Heyer aus Saalfeld | 18.02.2015 | 09:53  
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Renate Jung aus Erfurt | 18.02.2015 | 11:36  
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 21.02.2015 | 17:34  
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Renate Jung aus Erfurt | 22.02.2015 | 22:12  
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