Von der Schiene an die Nadel: Familienzentrum "Alte Försterei" bietet Abwechslung - im Januar beginnt ein Patchworkkurs

Sascha Kielholz-Heyer ist begeistert von der Eisenbahn-Ausstellung in der "Alten Försterei". Aber das Familienzentrum und Mehrgenerationenhaus bietet noch viel mehr.
Sascha Kielholz-Heyer ist begeistert. Zurzeit ist an seiner Arbeitsstätte, dem Frauen- und Familienzentrum "Alte Försterei" und Mehrgenerationenhaus in Ilmenau, eine Eisenbahnanlagen-Ausstellung von Dietmar Kersten aus dem Spielzeugmuseum aufgebaut. Am liebsten würde der junge Mann täglich für einige Stunden aus dem ersten Stock in Richtung Ausstellungsraum im Parterre entschwinden, wenn da nicht die viele Arbeit wäre.
Ständig wechselnde Ausstellungen und ein permanenter Second-Hand-Büchermarkt sind nur Bestandteile des Angebots in der vom TMSFG geförderten Einrichtung im Herzen Ilmnaus. Es gibt dort viele kulturelle Angebote und Kurse. Im Januar beginnt ein Patchworkkurs. Handarbeiten? - "Die liegen voll im Trend", erklärt Kielholz-Heyer, der sich offenbar auskennt: "Früher haben die Leute aus pragmatischen Gründen verschlissene Kleidungsstücke mittels der Flickentechnik wieder aufgearbeitet, heute kauft man den Stoff extra, um Patchwork herzustellen."
Neben dem Patchwork gibt es noch das sogenannte Quilt. Während bei ersterem Stoffflicken aneinander genäht werden, packt man beim Quilten Fließwatte zwischen zwei Lagen Stoff und vernäht beides mit feinen Stichen.
Die uralte Technik stammt aus dem Orient und gelangte mit den Kreuzzügen nach Europa. Ihren Durchbruch hatte sie während einer Kältewelle im 14. Jahrhundert. Oberflächlich betrachtet kennt man Patchwork nur als nette bunte Decken. Doch die Handarbeit bietet wesentlich mehr. "Nadelkissen, Taschen und andere hübsche Dinge lassen sich damit herstellen", weiß Kielholz-Heyer, der Handarbeit nicht als "Frauenkram" bezeichnet, sondern respektvoll mit diesem Begriff umgeht. Atarashii oder Paper Piecing sind Patchworktechniken. Die japanische Variante beschreibt eine bestimmte Faltmethode, beim Paper Piecing wird Stoff über kleine Papierstücke genäht. Geeignet sind dünne Baumwollstoffe - zum Beispiel Hemden oder Bettwäsche. Gut verarbeiten lassen sich auch Polyester und Seide.
"Für diesen Kurs gibt es bereits Anmeldungen, aber es sind noch Plätze frei", sagt Sascha Kielholz-Heyer, der noch eine kleine Bitte äußert: "Wer zu Hause Stoffreste aus Baumwolle, Seide oder Polyester hat, muss diese nicht entsorgen, er kann sie zu uns in die Alte Försterei bringen."

Information:
TMSFG: Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
Kursbeginn Patchwork: 16. Januar, 16 Uhr, Alte Försterei, zehn Veranstaltungen (die erste ist eine Schnupperstunde). Die Teilnehmer werden gebeten, Stoff mitzubringen.
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3 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 19.12.2013 | 21:00  
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Renate Jung aus Erfurt | 20.12.2013 | 03:12  
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Ronald Koch aus Ilmenau | 17.01.2014 | 18:29  
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