Was haben Sie gesagt? Leser des Allgemeinen Anzeigers gratulieren uns auf Mundart zum Vierteljahrhundert

Gisela Brand ist die Chefin der Erfurter "Arche". (Foto: Helke Floeckner)

Mundart wird in vielen Teilen Thüringens gepflegt und gesprochen. In Rudolstadt gibt es sogar eine Grundschule, die junge Menschen an die traditionelle Sprache heranführt. Wie hört sich das an, wenn auf Manebach’sch, Rudolstädt’sch, Erfurt’sch oder Goth’sch geplaudert wird? Wir haben einige Beispiele in Bild und Text zusammengetragen. Einige Hörproben gibt es auf Video.

Jutta Kolakziek aus Manebach:
„Ver 25 Johrn hatt me dänn „Allgemein Anzeicher“ s. ärschte mohl in Briefkasten. Heit gibtsn emmer noch. Zum Jubiläum grießt schien de Maanebacher Mundartgruppe ausm Thüringer Wald.“




Hänser und Schluder (die echt goth`schen Originale) wünschen dem AA alles Gute zum 25sten. Siehe Karikatur in der Fotogalerie.

Gisela Brand, Kabarettistin und Chefin des Erfurter Kabaretts „Die Arche“:
Wir knetschen zusammen und hoggen im Moos, da schmeißt uns einer die AA indn Schoß. Am Middwoch un an Sonndaachen könn mer se lesen, kostenlos. Wir freun uns, als Leser in Scharen, seit nunmehr 25 Jahren. Deshalb nehm mir nun darauf einen Klaren.




Gunter Linke, unterwegs als „Der Altstädter“ in Rudolstadt:
Mei lieber Allgemäner Anzeiger, lass mech ämal iberlege, warum ech grade heite ä Bedärfnös ha, iber dich was ze sah`n, weil epper Ostern, Weihnachten oder Könndertag ös?
Nä Böffelsdeitchen, weil de mir on uns annern dahierden in Lande sihre wöcht'g in `dn letzten 25 Jahr`n geworr`n böst on ech dessertderwegen dei Jubeläom bestömmt necht vergasse!

De Zeit, se rennt, `s fliehn de Jahre, a Zeitong gab`s Jahr ein, Jahr aus.
Doch völe lähn schonn off d`r Bahre, `s giht abwärts mett`n, welch ä Graus.

Ganz anner`sch ös da d`r AA, ar kömmt nur zwämal in d`r Woche. Ä Värteljahrhunnert ös ar nune schonne da, on d`r macht weiter, ech mecht droff poche.

Guck off de Summe von dein Lab`m, kannst epper mägd ganz stolz droff sein.
Nur Brommochsen, die stihn dernam, on knärpeln iberall met nein.

Drom namm an dein`n Ehr`ntage, a unsre Winsche freindlöch an, daß Mißgunst Neid on Last on Plage, dorch Annre, dich nech traffe kann.

Mir halten huch, d`n Trönkpokal, on lass`ns raus, nach alter Sitte, de Winsche die in grußer Zahl,
sich bindeln in nur änne Bitte. `S sull vor all`n anner`n Dönge, zwämal de Woche, fer Mann on Frau,
in neien Jahr uns wedder brönge, `s Zeitongsblattchen von AA.

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3 Kommentare
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Gunter Linke aus Saalfeld | 22.09.2015 | 22:33  
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Renate Jung aus Erfurt | 22.09.2015 | 23:38  
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 23.09.2015 | 13:46  
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