Weder Sekt noch Selters

Keine Sorge, es ist kein Alkohol enthalten.
Es gab eine kleine Feier im Freundeskreis und nun ist die Party zu Ende. Es geht ans Aufräumen. Auf dem Tisch steht eine angebrochene Flasche Sekt, die zu den Dingen gehört, die unter den Gästen aufgeteilt werden. Von einer Freundin habe ich gelernt, Alkoholreste niemals umkommen zu lassen. Ich beschließe also, später zu Hause auf den "Jubilar" erneut anzustoßen.
Zu Hause hole ich zwei hübsche bunte Sektkelche aus der Bar. Der Sekt prickelt nicht mehr so sehr, wahrscheinlich, weil er die ganze Zeit offen auf dem Tisch gestanden hatte. Das lässt Raum für Ideen. Ich versehe die Gläser mit einem Zuckerrand, bastele Spieße aus Früchten, die ich in die Getränke stelle und serviere eines davon meiner erwachsenen Tochter. Diese lobt meine Kreation ausführlich und kostet. Als ich mich mit meinem eigenen Glas zu ihr setze, sagt sie plötzlich: "Also, Mama, ich kann mir nicht helfen, aber der Sekt schmeckt irgendwie nach Wasser." Ich bin empört und nehme selbst einen großen Schluck. Tatsächlich. So schnell kann der Alkohol doch nicht verflogen sein. Fieberhaft lasse ich im Kopf die Feier Revue passieren. Und plötzlich habe ich das Bild vor mir: Ein Gast hatte drei Rosen mitgebracht und weil so schnell keine Vase verfügbar war, griff ein anderer schnell zu einer leeren Sektflasche und füllte sie mit Wasser... Na denn Prost!
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6 Kommentare
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Antje Hellmann aus Jena | 03.12.2014 | 17:23  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 03.12.2014 | 18:45  
Jana Scheiding aus Arnstadt | 04.12.2014 | 11:43  
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Renate Jung aus Erfurt | 07.12.2014 | 16:05  
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Hannelore Grünler aus Artern | 08.12.2014 | 20:31  
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Renate Jung aus Erfurt | 08.12.2014 | 23:04  
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