der hat wohl eine "Meise"!

  Anfang Juni 2016 bekam ich einen Anruf von einem Bekannten, der mir mitteilte, dass an seinem Gewächshaus ein Blau-Meisen/ Nest mit Jungvögeln attackiert und dabei zerstört wurde.
Die Jungvögel waren noch nicht ganz „flügge“ und auf die hatten die Elstern es wohl abgesehen. Nun sollte man der Natur ja eigentlich nicht ins „Handwerk- pfuschen“ und unbedingt Jungtiere (das gilt für Jungvögel, als auch wild lebende Säugetiere) in der Natur belassen. Aber aufgrund einer deutlichen Zunahme der Elstern-Population ist/schien mir das Gleichgewicht doch etwas verschoben. Auch wenn sich die Aufzucht von Junkvögeln relativ schwierig gestaltet und mit viel Aufwand/Zeit verbunden ist sowie wohl auch etwas Fachwissen von Nöten ist, habe ich mir Mühe gegeben die drei kleinen Meisen mit allen Notwendigen zu versorgen (erst mit gefangenen Insekten und auch etwas flüssigen Traubenzucker –später mit angebotenen Lebendfutter u.a. aus dem Zoo-Laden) . Ich war sehr stolz darauf das ich wenigsten zwei lebend durchbrachte, nachdem die kleinen Blaumeisen “flügge“ waren bot ich noch mehrere Tage Futter an. Ich hatte ein Vogelhaus etwas „umgerüstet“, ich hoffe das die Zwei noch leben und zur Winterfütterung wieder da sind und Freude machen.(1./2. Foto)

Leider muss man aber auch in dem Zusammenhang immer wieder feststellen, dass doch einige Wiedersprüche zwischen Naturschutz/Artenschutz und Tierschutz kommen kann. So wurde ich wiederholt konsultiert über Probleme mit vom Tierschutz ausgesetzten (zwar sterilisierten bzw. kastrierten wildlebenden und auch Hauskatzen (Freigänger) immer wieder Probleme gibt insbesondere in Gartenanlagen u.a.
Sind Katzen oder auch Raubvögel in ihrem Revier unterwegs, bedeutet das für die dort lebenden Singvögel einen enormen Stress. Gerade in der Zeit von Brut und Jungenaufzucht können solche Störungen gravierende Ausmaße annehmen. Mit einigen Tipps können Katzenhalter die Gefahr verringern. Vogelfreunde und Gartenbesitzer können Katzen die Jagd erschweren. ((z.B. Halsbänder mit Glöckchen versehen u.a.)
In den meisten Fällen erbeutet die Katze Jungvögel und geschwächte, alte oder kranke Tiere.
Darüber hinaus bedeutet die Anwesenheit einer Katze und auch solcher Rabenvögel wie z.B. Elstern enormen Stress unter den möglichen Beutetieren. Für Altvögel bedeutet das:
• Sie müssen Umwege zum Nest fliegen, um den Räuber nicht auf dessen Standort aufmerksam zu machen.
• Sie können nicht mehr überall nach Nahrung suchen.
• Ihr Energieverbrauch steigt.
• Sie können nur Füttern, wenn keine Katze in der Nähe des Nestes ist.
Da Katzen(auch Rabenvögel) die flüggen Jungvögel fressen oder auf Bäume klettern und die Nester plündern können, stellt eine weitere Beeinträchtigung für die Vögel dar. Sie können Ihren Nachwuchs nicht optimal versorgen. Die Zahl der flüggen Jungvögel sinkt drastisch.
Erschweren Sie Katzen den Zugang zu Nistkästen, Amphibien- und Reptilienstandorten. Dazu eignen sich z.B. Maschendraht, Viehhüterdraht und anderes.
Ich konnte zufällig nachdem Ich das Vogelhaus wieder zugänglich gemacht machte, aufmerksam gemacht durch lautes „Geschnatter“ von Elstern einer „Schnappschuss“ –Katze im Vogelhaus machen, wo ich die Woche vorher noch die Meisen fütterte. (3-.Foto)
Übrigens kann man ein sehr reges Treiben mit einer ständig bereitgestellten Vogeltränke erleben!(4-5.Foto)
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1 Kommentar
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Petra Wolf aus Gotha | 15.06.2016 | 10:17  
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