Zu Fuß in Thüringen: Der Alteburg-Rundwanderweg

Hoch über dem Plaueschen Grund in Arnstadt befindet sich die Alteburg. Hier kann man sowohl spazierengehen als auch wandern. Es gibt drei Wege von unterschiedlicher Länge - zwei bis sieben Kilometer lang.
Arnstadt: ... | Der Alteburg-Rundwanderweg
empfohlen vom Thüringer Landeswegewart Lutz Hähner


WEG-Name: Alteburg-Rundwanderweg.

WEG-Markierung: A 1/2

WEG-Länge: Außer der großen Runde über 5,8 Kilometer gibt es noch zwei kleinere von etwa zwei Kilometern. Diese sind für Spaziergänger und Menschen mit Gehbehinderungen geeignet.

WEG zum Weg: Arnstadt Südbahnhof, zu Fuß über den Fuhrmannsweg auf die Alteburg. Autofahrer können auf dem Wanderparkplatz unterhalb des Alteburgturmes parken.

WEG-Steigung: zwischen 376 bis 430 Meter.

WEG-Beschaffenheit: Überwiegend ebene, fußfreudliche Wege, wenig Anstieg.

WEG-Pausen: Aussichtspunkte und Rastmöglichkeiten auf Schneckchen, Kreuzchen, Königstuhl, Franke-Bank. Einkehr in der Alteburg-Gaststätte (Montag und Dienstag Ruhetag) möglich.

Interessant am WEGesrand: Die ehemalige Gruft der Fabrikantenfamilie Winckler. Der Lack- und Farbenfabrikant Alexander Winckler, 1887 erster sozialdemokratischer Abgeordneter im Stadtparlament, errichtete das Gebäude im klassizistischen Stil 1915 unterhalb der Alteburg in den ehemaligen Weinbergen.
Mystisch mutet die verlassene Gartenanlage auf dem Weg zum Kreuzchen an. Sie wurde 1942 gegründet und irgendwann von den Pächtern aufgegeben.

WEG-Geschichte: Die Alteburg ragt zwischen Plaueschem Grund und Jonastal hervor und war früher besiedelt, weil hier ein Teilstück der alten Handelsstraße zwischen Leipzig und Nürnberg entlangführte. Zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert gehörte sie zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Thüringens. 1499 fuhr man die Rekordernte von 20011 Eimern Wein ein. In einen Eimer passten 75 Liter. Der Dreißigjährige Krieg und die Kleine Eiszeit Mitte des 17. Jahrhunderts brachten den Weinanbau in Arnstadt zum Erliegen. Lange war das Gebiet kahl, die Forstwirtschaft begann erst Mitte des 19. Jahrhunderts mit Schwarzkiefern, weil sich die dünne Humusschicht auf dem Muschelkalkboden zunächst nicht für andere Baumarten eignete.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bildeten sich Verschönerungsvereine, denen wir unsere heutigen Wanderwege zu verdanken haben.

WEG im Internet: www.city-tourist.de/Cityguides/Arnstadt.htm
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2 Kommentare
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Constanze Fuchs aus Gotha | 08.07.2015 | 20:19  
Jana Scheiding aus Arnstadt | 09.07.2015 | 10:58  
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