Amt Wachsenburg - Ortsteil Holzhausen Ortsteilbürgermeister-Kandidatin und Gemeinderätin Carola Busse im Interview

Amt Wachsenburg/ Holzhausen. Carola Busse möchte im Mai Ortsteilbürgermeisterin werden. Ihre Hauptmotivation: „Holzhausen muss noch schöner werden, denn Holzhausen hat Zukunft!“

Carola Busse wurde 1960 in Erfurt geboren und wuchs in der Landeshauptstadt auf. Seit 1990 ist sie selbständige Architektin aus Leidenschaft. In Holzhausen lebt und arbeitet sie seit 1983. „Ich fühle mich mit dem Ort, den Menschen und der schönen Landschaft sehr verbunden.“ Seit der politischen Wende ist sie aktiv im Gemeinderat tätig und setzt sich seit fast 25 Jahren als Bürgervertreterin für die Gemeinde ein.


Warum stellen Sie sich zu dieser Wahl am 25. Mai 2014?

Man muss womöglich ein gewisses Alter erreicht haben um etwas sensibler auf seine Umwelt zu reagieren. Ein Beitrag aus der Thüringer Allgemeinen Tageszeitung im Frühjahr 2013 gab mir den Anstoß. Holzhausen wurde (so wie viele andere Thüringer Gemeinden) durch unabhängige Journalisten begutachtet. Bewertet wurden u. a. Infrastruktur, Straßenzustand sowie Wege und Plätze. Zu meinem Entsetzen und für mich völlig unerwartet, las ich das schlechte Ergebnis für Holzhausen.
Ich habe mich intensiv in unserem Dorf umgeschaut und die Defizite erkannt – leider! Ich möchte mich dafür einsetzen und den Bürgern klar machen, dass wir etwas zum positiven ändern können.

Holzhausen ist fast unbemerkt aus seiner Jahrzehnte alten Infrastruktur herausgewachsen. Die Ortsränder haben sich sehr verändert und im Ortskern ist Vieles unentwickelt geblieben. Das gibt uns auf alle Fälle nun die Chance einer behutsamen planmäßigen Entwicklung. Holzhausen kann noch schöner werden. Holzhausen hat Zukunft.


Welche Ziele verfolgen Sie?

Holzhausen trägt das Wahrzeichen des Amtes Wachsenburg – die Wachsenburg. Somit gehört dem Dorf eine besondere Aufmerksamkeit in der Dorfentwicklung und das möchte ich dem Gemeinderat des Amtes Wachsenburg nahe bringen.
Ich möchte langfristige und größere Ziele verfolgen und dabei die kleinen Dinge nicht außer Acht lassen. Dabei bin ich:

- Für einen starken Ortschaftsrat mit 6 Holzhäusern, denn nur gemeinsam sind wir erfolgreich
- Für die Erarbeitung eines Dorferneuerungskonzeptes um planmäßig die Projekte anzugehen
- Für Ausstellung und Fortschreibung der Ortschronik, denn wir sollen unser Brauchtum und Traditionen nicht vergessen
- Für Tourismus und Naturschutz, das ist wichtig für die Region
- Für barrierearme Gehwege, wir alle werden immer älter und mit einem Kinderwagen kommt man auch nicht gefahrlos durch das Dorf
- Für das aktive Leben im Otto Knöpfer Haus
- Für die Reparatur der Kirche und Sanierung der Orgel
- Für eine attraktive Dorfmitte
- Für mehr Blumenschmuck und Pflanzen
- Für regelmäßige Sauerhaltung der Flur
- Für Kinder, Jugend und Senioren
- Für direkte Informationen durch eine eigene Internetseite
- Für die Pflege der Traditionen und des Brauchtums


Sie wollen Holzhausen schöner machen und das Amt Wachsenburg stärken - für Bürger, Besucher und Touristen. Die Straßen- und Wegesituation verbessern und öffentliche Plätze attraktiver machen. Der Ortskern soll belebt werden. Die große Frage die sich dabei stellt ist: wer soll das bezahlen?

Unsere Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht will 2 Mrd. Euro in Thüringen für die Stärkung des ländlichen Raumes ausgeben. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass öffentliche Mittel auch nach Holzhausen fliesen. Hierzu bedarf es einer umfassenden und qualifizierten Dorferneuerungsplanung. Nur mit einem Konzept in der Tasche kann man Kosten ermitteln und Gelder beantragen. Ein Maßnahmenkatalog ist zu erarbeiten, welcher in Jahren nach Dringlichkeiten abgearbeitet wird. Woran ich denke wird ein langfristiger Prozess sein, in welchem immer auch die Bürger und die Gemeinde sowieso eingebunden sind. Da spreche ich aber von den großen Projekten. Und in den großen Projekten kenne ich mich mittlerweile sehr gut aus. Nur wer sorgfältig und langfristig plant und Zeit beim „Einkaufen“ der Maßnahmen verwendet kann kostengünstig bauen. Und wenn ich an Blumenschmuck am Ortseingang oder an eine überdachte Bushaltestelle denke oder an eine Platzgestaltung in der Dorfmitte, so sind das nicht die Millionenprojekte. Es gibt auch Aktionen, welche außer Zeit und gutem Willen keinen Taler kosten. Z.B. die Sauberhaltung der Flur, die in diesem Jahr durch unseren Jugendklub organisiert wurde. Das war ein tolles wegweisendes Signal und dies fördert zudem das Miteinander der Bürger im Ort. Also es muss nicht jede Ortsverschönerung mit viel Geld verbunden sein, aber es wird in den kommenden Jahren sicher auch nicht ohne Umlage von Straßenausbaukosten weiter gehen, da der Zweckverband die kommenden Jahre in Holzhausen die Straßen aufmacht, Rohre verlegt und wir uns überlegen müssen, wie sollen die Wege, Plätze und Straßen hinterher aussehen.
Was haben Sie bisher für die Region und Holzhausen getan?
Welche Referenzen haben Sie und was meinen Sie zum Thema Energiewende im Zusammenhang mit dem ländlichen Raum?

Ich blicke zurück auf 25 Jahre Selbständigkeit, erfolgreich verbunden mit unternehmerischem Weitblick. Sicher bekomme ich nicht für all mein Tun 100 Punkte, aber ich schaue immer über den politischen und regionalen Tellerrand hinaus.
In den ersten beiden Jahre meiner selbständigen Tätigkeit habe ich das Gewerbegebiet Ichtershausen/ Thörey entwickelt. Ich habe Grundstücke akquiriert, Träger öffentlicher Belange von dem Standort überzeugt, Genehmigungen eingeholt und Fördermittel organisiert. (Da wurde Herr von der Krone gerade Bürgermeister.) Die erste Präsentation des Bebauungsplanes zu diesem Gewerbegebiet Thörey vor dem Gemeinderat in Ichtershausen erfolgte in den Jahren 1990/91 durch mich. Es ist schön einmal zurückblicken zu können, denn auch die ehemalige Garnison Rudisleben durfte ich mit meinem Büro im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums beplanen. Wohnen, Arbeiten und Leben war vor mehr als 20 Jahre das nachhaltige Motto für diese interessante Fläche und ein Spaßbad TROPICANA hatten wir auch auf dem Papier. (Da war die LEG in Gründung)
Zwar bin ich kein Technikfreak, ich stecke beim Bau lieber das Geld in die bauliche Hülle, jedoch haben wir in Holzhausen 1999/ 2000 das erste Wohngebiet ohne Schornsteine geschaffen. Alle Häuser wurden mit Wärmepumpen versorgt. Insofern beschäftige ich mich auch mit diesen Themen. Ich denke gerade über das Thema Bioenergiedorf nach.

Ich bin sehr mit unserer Region verbunden und helfe dort, wo ich etwas bewegen kann.
So bin ich z.B. ein Gründungsmitglied des Fremdenverkehrsvereines „Burgenland Drei Gleichen“. Durch die Sanierung und eigene Bewirtschaftung der Westerngaststätte „Lasso“ wurde die Holzhäuser Kirmesgesellschaft wiederbelebt. Sehr stolz bin ich auch darauf, der Hauptsponsor des Musicals „Der Graf von Gleichen“ zu sein. Als Mitglied des Otto Knöpfer Vereins bin ich dafür verantwortlich, dass die Sanierung des Gebäudes unter Einhaltung der Kosten erfolgreich stattfinden konnte. Natürlich bin ich auch Mitglied der „Freunde der Thüringer Bratwurst“. Tradition, Brauchtum und Kultur dürfen nicht untergehen, sondern müssen erhalten und ausgebaut werden. Auch die Sanierung der Holzhäuser Orgel habe ich initiiert und wurde dafür mit der Ehrenmitgliedschaft des Orgelvereins ausgezeichnet. Als Gründungsmitglied der "Weinfreunde An der Wachsenburg" werden wir in den nächsten Tagen den ersten Wein anbauen. Ich bin gespannt und hoffe, dass er gut anwächst, so wie früher. Nicht um sonst heißen die Berge zwischen Arnstadt und Holzhausen „Weinberge“.
Um am Puls der Zeit zu bleiben, ziehe ich mir auch gerne die innovativen Studenten der heimischen Universitäten und Hochschulen zu rate. Zusammen schlagen wir den Bogen zwischen Spinnerei und harter Realität und profitieren voneinander.

Über zwei Jahrzehnte bin ich als Gemeinderätin tätig - und möchte es auch in Zukunft bleiben! Hierfür setze mich aktiv für das gesamte Amt Wachsenburg ein. Nun möchte ich meinen persönlichen Schwerpunkt auf Holzhausen verstärken. Auf Grund meiner Arbeit als Architektin und Bauunternehmerin konnte ich innerhalb der Gemeinde zahlreiche Objekten sanieren und bauen. Dazu gehören auch zahlreiche Fachwerkhäuser, ganze Wohngebiete und auch die Feuerwehr in Thörey. Sämtliche Projekte konnte ich unter strikter Einhaltung der vorgegebenen Kosten realisieren. Ich möchte mich nicht begrenzt sehen auf meine Bautätigkeit. Da ist mehr passiert! Und dass alles nebenbei im Ehrenamt!


Wofür möchten Sie sich noch stark machen?

Das neu fusionierte Amt Wachsenburg mit Ichterhausen, Thörey und den anderen Orten ist eine starke Gemeinde mit vielen harten Standortfaktoren (Industrie und Gewerbe) und insgesamt einer ausgezeichneten Infrastruktur. Holzhausen ist traumhaft schön und bietet die dazu passenden weichen Standortfaktoren (Kultur und Landschaft). Insofern ergänzt sich das gut. Als Ortteilbürgermeisterin und als Gemeinderätin möchte ich mich dafür einsetzen, dass ein schönes Holzhausen das Amt Wachsenburg stärkt.
Außerdem ist mir der Umweltschutz sehr wichtig. Ich habe eine Unterschriftensammlung für die Anpflanzung neuer Bäume auf der Straße zwischen Arnstadt und Holzhausen ins Leben gerufen.
Weiterhin soll Holzhausen ein Projekt der iba Thüringen werden. Wir haben das Potential, nämlich die engagierten Menschen, erlebbare Landschaften, ein zukunftsfähiges Dorf mit viel geschichtlichem und kulturellem Potential.
Z.B. Holzhausen macht Theater, nicht nur Bratwursttheater – sondern auch Theater um den Grafen von Gleichen am Fuße der Wachsenburg.

Also - wenn unser Lebensstandard so bleiben soll wie er ist, dann müssen wir handeln und Dinge ganz neu und quer überdenken. Wir müssen zusammenrücken.

Geben Sie mir am Wahltag Ihre Stimmen!
Die Stärkung des ländlichen Raumes insgesamt ist mir wichtig. Im Amt Wachsenburg braucht Holzhausen eine erfahrene Interessenvertretung.


Ich habe den Mut für dieses Ehrenamt Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen!

Mir ist klar, dass sich dieser „Job“ um ein Ehrenamt handle, bei dem nur durch persönliches Engagement etwas bewegt werden kann. Mit dem Vertrauen der Holzhäuser Bürger und Bürgerinnen sowie einem starken Ortschaftrat kann Holzhausen in Zukunft noch schöner werden und das Amt Wachsenburg stärken!
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