Ansichtssache: Die Eltern können ja rotieren

Arnstadt: Grundschule Ludwig Beschstein | Willkür mit Aushang

Von Andreas Abendroth

Es gibt Situationen im Alltagsleben, da kann man wahrlich nur mit den Kopf schütteln. Oder anders gesagt, manche staatliche Einrichtung macht es sich wirklich sehr einfach. Abwälzungspolitik statt Lösungssuche. Ein Beispiel gefällig? Am Dienstag erreicht mich der Anruf einer Kollegin: „Hast du gesehen, an der Grundschule hängt ein Zettel: „Auf Grund eines erhöhten Personalkrankenstandes wird der Hort von Dienstag bis Freitag … bis 16 Uhr geöffnet. Wir bitten Sie um Verständnis!“

Doch wie erklären die Eltern ihrem Arbeitgeber, dass sie jetzt mindestens eine Stunde eher vom Arbeitsplatz wegmüssen? Vielleicht auch per Mitteilungs-Zettel an der Tür? Der Hort ist doch eine von den Erziehungsberechtigten bezahlte Dienstleistung. Und für ordentliches Geld kann man auch einen kontinuierlichen Dienst verlangen. So eine Handhabung kann sich heute keiner mehr in der Privatwirtschaft leisten.

Sollte dieses unrühmliche Beispiel von Personalplanung und Flexibilität in einer von Leistung geprägten Gesellschaft sprichwörtlich Schule machen, so könnten wir wohl bald des Öfteren lesen: „Operationen fallen auf Grund von Personalengpässen aus.“ oder „Der Straßenwinterdienst räumt nur zwischen 6.30 und 16 Uhr.“
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