Einzug ins Rathaus? - Allgemeiner Anzeiger sprach mit Georg Bräutigam (Pro Arnstadt)

Georg Bräutigam kandidiert für Pro Arnstadt.
Arnstadt: ... | Herr Bräutigam, Sie sprechen sich für ein verbessertes Verkehrskonzept aus. Was würden Sie ändern?

Der Obertunk muss entlastet werden. Überhaupt sollte der Schwerlastverkehr aus der Innenstadt verschwinden und über die Autobahn geführt werden. Die Wohnscheibe wird täglich von etwa 11 000 Fahrzeugen passiert. In der
Innenstadt sind es knapp 12 000. Das haben Zählungen ergeben.

Und weiter?

Die Befahrung der Marlittstraße würde ich nicht ändern. Wichtig wäre, die
Rosenstraße für zielgerichteten Verkehr, Belieferung und Kurzzeitparken zu öffnen – nicht für den Durchgangsverkehr. Die derzeitige Situation ist für die Bürger meiner Ansicht nach zu gefährlich.

Sie wollen das freie Parken nach 16 Uhr in der Innenstadt beschneiden?

Wir hatten das ja erst auf den Weg gebracht, um die Innenstadt zu beleben. Heute jedoch resümieren die Händler, dass ihnen diese Regelung kaum
etwas bringe. Wir überlegen nun, ob hier eine Erlaubnis zum Kurzzeitparken nicht angebrachter wäre.

Ihre Haltung zu Sport und Bildung in unserer Stadt?

Was den Sport, Sportstätten und Förderungen betrifft, so sind wir gut aufgestellt. Darin ist Arnstadt sogar maßgebend. Mit der Bildung sieht
es da schon anders aus. Mir gefällt zum Beispiel nicht, dass unsere Berufsschule keinen Direktor hat und wir Fächer auslagern, die hier gebraucht werden, wie den Triebwerksmechaniker oder den Goldschmied.

Ihre Meinung zur Gebietsreform...

Um in Zukunft förderfähig zu bleiben, benötigt Arnstadt 30 000 Einwohner. Wir
brauchen also Ichtershausen und die Wachsenburggemeinde Jetzt sind wir noch in der komfortablen Situation, die Richtung bestimmen zu können. Wenn das Land Thüringen entscheidet, wird Ichtershausen irgendwann Erfurt zugeordnet und das wäre schon im Hinblick auf Gebühren fatal. Bei den Gebühren für einen Kindergartenplatz zum Beispiel wird das Einkommen zugrunde gelegt. Gut Verdienende sind da mit mehreren hundert Euro monatlich dabei.

Was würden Sie als Bürgermeister noch umsetzen wollen?

Ich habe Pläne für einen Generationenpark am Dornheimer Berg. Jugendliche und Senioren könnten dort gemeinsam Sport treiben und kulturelle Veranstaltungen erleben. Das Wohngebiet An der Weiße würde ich vollkommen umstrukturieren. Eines meiner Anliegen ist der Bismarckbrunnen, der meines Erachtens auf dem Markt am besten zur Geltung kommt. Vorantreiben würde ich die Projekte Kaufhaus und Kino in der Innenstadt. Ganz wichtig wäre mir allerdings, die Arbeitslosenquote von derzeit etwa zehn Prozent zu halbieren.
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