Es geht um die Kinder Melanie Jenke ist die alte neue Stadtelternsprecherin von Ilmenau

Melanie Jenke ist Stadtelternsprecherin in Ilmenau.
Elternsprecher, Vize-Schulelternsprecher, Stadtelternsprecher – diese Funktionen mag Melanie Jenke und füllt sie aus. "Ich kann mich einbringen und etwas für die Gemeinschaft tun", sagt die junge Frau aus Ilmenau. In der Unistadt vertritt sie als Stadtelternsprecherin Eltern von Krippen- und Kindergartenkindern. Es ist dort ihre zweite Amtsperiode.
Nicht ehrenamtlich tätig zu sein, kann sich Jenke gar nicht vorstellen. "Ich kenne das von zu Hause nicht anders. Meine Eltern haben immer solche Funktionen bekleidet", erzählt die zweifache Mutter, die die Auffassung vertritt: "Wenn es um die Organisation von Festen und Jubiläen geht, sollten alle anpacken, nicht nur die Erzieher. Man kann das nicht alles auf die Schultern der Hauptamtlichen abladen."
Die engagierte Wahlilmenauerin ist Ansprechpartnerin und Mittlerin zwischen der Stadt Ilmenau, anderen Institutionen und den Eltern. Wenn Wahlen anstehen, ist sie meist die einzige, die freiwillig den Finger hebt. Viele Eltern befürchten offenbar eine allzu starke Beschneidung ihrer Freizeit. "Das verstehe ich nicht. Es geht doch um die Kinder", sagt Jenke, die selbst einen Sohn im Kindergarten hat. Der ältere Sohn besucht die Grundschule.
Eltern, die eine solche ehrenamtliche Funktion ausfüllen möchten, sich das aber nicht zutrauen, kann Melanie Jenke beruhigen: "Ilmenau ist eine kleine, ruhige Stadt und man kann mit der Stadtverwaltung gut zusammenarbeiten." Es sei kein Vergleich zum großen, unruhigen und anonymen Erfurt, wo Melanie Jenke zuvor lebte und gleichfalls Eltern vertrat.
Der Stadtelternsprecher wird jedes Jahr gewählt. Er genießt Mitspracherecht bei baulichen Veränderungen an Kindertagesstätten, bei der Vergabe von Kitaplätzen und Gebührenordnungen. Außerdem vertritt er seine Stadt im Landkreis. "Diese Treffen sind gleichwohl oft nur mäßig besucht", sagt Melanie Jenke, die auch dieser Tatsache mit Unverständnis begegnet. "Wenn ich mich wählen lasse, trage ich doch Verantwortung. Außerdem verschenke ich die Chance, an wichtigen Entscheidungen mitzuwirken."
Was man mit Elternarbeit erreichen kann, zeigt ein Beispiel der Ziolkowski-Grundschule. Zu Jahresbeginn suchte man die Schülerlotsen dort vergebens. Mit viel Engagement, Behördengängen und einem offenen Brief erreichten die Eltern, dass Polizeiinspektion, Verkehrswacht, Heinrich-Hertz-Regelschule und die Grundschule einen Kooperationsvertrag für die Sicherheit von Grundschulkindern auf dem Schulweg schlossen.

Kontakt: melanie.jenke@gmx.de
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 29.01.2014 | 11:30  
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Renate Jung aus Erfurt | 30.01.2014 | 18:02  
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