Im Schorn-Tower zu Ilmenau tut sich was!

Edmund Schorn vor seinem Schorn-Tower in Ilmenau. (Foto: Dietmar Mansfeld)
 
Abgefedert: Für die sechs Trampoline hat Edmund Schorn extra die Decke der dritten Etage durchbrechen lassen. (Foto: Dietmar Mansfeld)
Ilmenau: ... | von Dietmar Mansfeld

Viele kennen das markante, weithin sichtbare rote Gebäude über Ilmenau, das eigentlich schon für den Abriss freigegeben war. Nun steht dort der Schorn-Tower. Ideen- und Namensgeber, Investor und Bauherr Edmund Schorn ist nicht unzufrieden, freut sich über neue Zusagen von potenziellen Mietern. Gerade hat die Deutsche Post einen Vertrag über 800 Quadratmeter Fläche unterschrieben. Von den 18 000 Quadratmetern, die Schorn auf sechs Etagen
im Angebot hat, sind bereits über 2400 vermietet oder vertraglich gebunden. „Das sind drei Verkaufsflächen der bekanntesten Lebensmitteldiscounter“, rechnet Schorn um. Insgesamt arbeiten schon
etwa vierzig Menschen im Schorn-Tower.
„Langsam habe ich keine Bedenken mehr“, gestattet der fränkische Self-Made-
Unternehmer aus Bad Staffelstein Einblick in seine Gefühlswelt. „Am Anfang,
als ich das Riesengebäude mit seinen kaputten Fenstern betrachtete, fragte ich
mich schon manchmal, ob es wirklich eine richtige Entscheidung war, dieses Haus zu übernehmen.“
Diese Zeiten sind vorbei. Unternehmer Schorn hat mit Geduld und klugen Ideen
seine größte Investition vorangebracht. So ließ er vor dem Gebäude einen Parkplatz für 200 Autos aufschütten, der demnächst noch saniert werden
soll. Hinter dem Gebäude gibt es ebenfalls Zugang und Parkmöglichkeiten. „Auch wenn oben noch gebaut wird, ist der Zugang auf zwei Etagen über zwei Seiten möglich“, erläutert Schorn die Vorteile. Für ihn von großem Wert: Den größten Teil der Arbeiten leisteten einheimische Firmen. Außerdem stellte Schorn zehn arbeitslose Maurer, Elektriker, Zimmerleute
und Dachdecker aus der Region ein, „die in den nächsten Jahren hier noch gut zu tun haben“, so der Investor.
Edmund Schorn weiß, dass er mit der Beschriftung am Haus nicht überall auf
Zustimmung stößt. Ähnliche Diskussionen musste er schon seiner Videotheken wegen führen, aber:. „Ich stehe zu meinem Namen und zu meinen
Geschäften. Da wissen die Leute, woran sie sind.“ Der Self-Made-Mann
Edmund Schorn aus Bad Staffelstein (Jahrgang 1955) begann 1982 mit landwirtschaftlichen Mahl- und Mischfutteranlagen. 1984 kamen Baustoff-Lkw dazu. Der ersten Videothek 1987 in Lichtenfels folgte die zweite 1990 in Ilmenau.
Seitdem ist Schorn auch in der Goethestadt präsent. Seine beiden Söhne Jürgen und Marco Schorn sind in seinen vielfältigen Unternehmen aktiv.
Das Highlight des Schorn-Towers entsteht in der dritten Etage: das Kinderland. Wenn die Bauarbeiten beendet sind, finden Kinder und Jugendliche hier einen gigantischen Spielplatz mit außergewöhnliche Extras: Die 18-Loch-Mini-
Golf-Anlage mit 18 Bahnen hat Edmund Schorn zum Teil selbst gebaut. Es gibt ein eingezäuntes Mini-Fußball-Feld, eine Raucher-Kabine, mehrere Trampoline für größere Kinder, für die Schorn extra die Decke durchbrechen ließ. Der
Clou: eine acht Meter hohe Kletterwand mit Sicherungsautomat. „Wenn der Kletterer das Seil loslässt, wird er automatisch abgefangen und schwebt langsam zu Boden“, versichert Schorn. Spektakulär ist einen Raum weiter das
Bunjee-Springen aus acht Metern Höhe auf eine Trampolin-Unterlage. Schorn will den Menschen etwas bieten und macht damit auch Ilmenau ein Stück attraktiver. „Wenn alles gut geht, können wir vor Weihnachten eröffnen“,
hofft Edmund Schorn und blickt optimistisch in die Herbstsonne.
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