Marlishausen sieht braun

Bürger demonstrieren gegen die neue Führung der Bahnhofsgaststätte. (Foto: Joachim Kreckow)
Wipfratal: ... | von Joachim Kreckow

Nach Kirchheim ist nun möglicherweise auch Marlishausen das Ziel rechtsgerichteter Personen. Das betrifft zumindest die Bahnhofsgaststätte. Kürzlich protestierte mehr als ein halbes Hundert Bewohner gegen den Kauf der Bahnhofsgaststätte durch Fabian Rimbach, Landesvorsitzender der
rechtsgerichteten Organisation „Schlesische Jugend“. Im Rahmen einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung forderten Wipfratals Bürgermeister
Werner Schmidt und Ortsbürgermeister Bodo Weißenborn die Bürger auf,
Flagge zu zeigen und keine Neonazis in ihrer Gemeinde zu dulden.
“Wir wollen unser Leben hier in Ruhe weiterführen“, so Weißenborn. Er befürchtet, dass der Kauf nicht mehr rückgängig gemacht werden könne. Nach Presseberichten hatte sich Landrat Dr. Benno Kaufhold ähnlich geäußert. Er habe dieses Thema kürzlich mit Vertretern der Gemeinde, des Innenministeriums, des Landesverwaltungsamtes und des Verfassungsschutzes
beraten. Madeleine Henfling, Landessprecherin der Grünen im Thüringer Landtag, setzt sich für mehr Jugendarbeit und soziale Projekte auf den Dörfern
ein, um rechtsextemistischem Gedankengut entgegenzuwirken. Ein Sprecher forderte Thüringens Innenminister Jörg Geibert und Ministerpräsidentin
Christine Lieberknecht auf, endlich etwas gegen die braune Gefahr zu
tun. Ebenso wurde kritisiert, dass kürzlich das Oberverwaltungsgericht
ein von der Stadt Weimar erlassenes Verbot einer rechtsgerichtete Demonstration aufgehoben hatte.
Thüringer Behörden einschließlich Landratsamt des Ilm-Kreises hatten angeblich keine negativen Informationen über Rimbach. Ein Blick ins Internet hätte genügt.
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