TU Ilmenau nimmt Fakultätsneubau für Informatik und Automatisierung in Betrieb

Der Zuse-Bau von innen. (Foto: Sebastian Stern)
Ilmenau: ... | Nach dreijähriger Bauzeit wird am 30. Juni der Neubau des Fakultätsgebäudes für Informatik und Automatisierung auf dem Campus der Technischen Universität Ilmenau offiziell in Betrieb genommen. Der „Zusebau“ ist benannt nach Professor Konrad Zuse, der mit der Entwicklung des „Z3“ als Erfinder des modernen Computers gilt. Er hielt sich mehrfach in Ilmenau auf, zuletzt nahm er im Jahr 1995 kurz vor seinem Tod im Alter von 85 Jahren am internationalen Studententreffen der TU Ilmenau ISWI teil. Eingeweiht wird der Neubau durch den Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, und den Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Professor Thomas Deufel.
Mit der Fertigstellung des zweitgrößten Gebäudes der TU Ilmenau werden die Lehr- und Forschungsbedingungen der Fakultät für Informatik und Automatisierung wesentlich verbessert. Auf den 5000 Quadratmetern Nutzfläche des Zusebaus findet ein Großteil der 20 Fachgebiete Platz. Mit dem zusätzlichen Raumangebot wird das bisher bestehende enorme Flächendefizit der Fakultät weitgehend beseitigt. Der Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff, ist besonders froh darüber, dass durch den Neubau die räumliche Zersplitterung der Fakultät behoben wird: „Bisher waren die einzelnen Forschungsgebiete in sechs verschiedenen Gebäuden untergebracht, die zudem teilweise sehr weit voneinander entfernt liegen. Künftig werden alle Wissenschaftler in nur zwei modern ausgestatteten, vor allem aber eben unmittelbar aneinander angrenzenden Gebäuden direkt untereinander angebunden sein.“
Auch für die über 1100 Studierenden in den vier Bachelor- und fünf Masterstudiengängen, die von der Fakultät für Informatik und Automatisierung angeboten werden, schafft der Zusebau mit 500 neuen flächenbezogenen Studienplätzen deutlich verbesserte Voraussetzungen. Gemeinsam mit den 180 Professoren und Mitarbeitern der Fakultät werden sie von deutlich größeren Laborkapazitäten profitieren. Der Neubau ermöglicht auch die konzentrierte Unterbringung des gesamten technischen Equipments für Forschung und Lehre auf innovativen Gebieten wie Mobilkommunikation, Bildverarbeitung oder Assistenzrobotik. Darüber hinaus finden wissenschaftliche Bereiche Platz, die sich durch erfolgreiche fakultätsübergreifende Forschungstätigkeit erst in den letzten Jahren entwickelt haben. So können die 30 aus verschiedenen Ländern kommenden Doktoranden des Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Mobilkommunikation“ hier nun noch besser interdisziplinär zusammenarbeiten.
Mit der Form des Gebäudes wird eine Brücke zur Informatik geschlagen: Der Entwurf des nach den Plänen der Architekten Schubert und Müller-Navarra aus Hamburg erbauten Neubaus orientiert sich an der Zeichenverschlüsselung einer Lochkarte. Er war im Dezember 2002 im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs für den Neubau von der Jury ausgewählt worden. Danach sollte sich das Gebäude mit seiner offenen Baustruktur städtebaulich und landschaftlich harmonisch in das Areal des Campus‘ einfügen.
Die Gesamtkosten für den Neubau betragen rund 20 Millionen Euro. 75 Prozent davon stammen aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE), 25 Prozent sind Bundes- und Landesmittel.
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